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| Korallengarten in Nusa Penida |
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| Korallengarten in Menjangan - Amed Scuba Diving Tour |
Es gibt Dinge um uns, die
wir oft nicht nicht richtig wahrnehmen können, die jedoch
überlebenswichtig für uns sind. Dazu gehört zum Beispiel das
Sonnenlicht! Wir nehmen seine Anwesenheit wahr, aber wir können
seine 'Energie', aus der das Sonnelicht besteht, nicht immer spüren.
Wir spüren seine Wärme auf unserem Körper, aber nutzen können wir
diese Energie nicht. Dazu sind nur photoautotrophe Organismen in der
Lage, die mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasser das für uns so
lebenwichtige Sauerstoff produzieren und ihre eigene Energie in Form
von Zucker. Dadurch sind diese Organismen von der Existenz der im
Sonnelicht gespeicherten Energie abhängig, und gehen ohne diese
zugrunde. Jedoch auch ein Zuviel an dieser Energie kann schaden!
Daher schützen sich Korallen auch mit einem körpereigenem
Sonnenschutz mit sehr hohem Lichtschutzfaktor und dürfen daher auf
gar keinen Fall angefasst werden. Obwohl lebende Korallenpolypen fast
einer Blume ähneln, handelt es sich bei einer Koralle nicht um eine
Pflanze sondern um ein Tier. Wie kann sie dann photoautotrph sein und
sich von Zucker aus der Photosynthese ernähren? Das macht sie nicht!
Die Koralle ist ein Tier. Aber innerhalb dieses Tieres lebt eine
winzige Alge Zooxantehella genannt. Ausgesprochen
"Zo-o-xan-thel-la", das Wort kommt aus dem griechischen und
besteht aus "Zoion" (Tier) und "Xanthos" (gelb)
und "-Ella" als eine Verkleinerungsform. Und das "kleine
gelbe etwas, was in lebenden Tieren lebt" liefert die
Grundstoffe und ist somit neben der in enger Symbiose lebenden
Koralle der wichtigste Treiber des Lebens in einem Riff-System!
Gleichzeitig gibt diese winzige Alge der Koralle seine wunderbare
Farbe, denn diese kommt meistens nicht vom Polypen selbst.
Die Klasse der
Anthozoen oder auch
Blumentiere genannt, bilden mit 7500 Arten die größte Klasse des Stammes der Nesseltiere Cnidaria
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| Korallengarten in Menjangan - Amed Scuba Diving Tour |
Blumentiere leben entweder alleine (solitär) oder sie sind stockbildend und leben in großen Kollonien. In Abgrenzung zu den Quallen tritt in dieser Klasse keine Medusenform auf.
Blumentiere sind an Wasser gebunden und weltweit in allen Meeren
verbreitet. Sie sind bis in eine Tiefe von 6.000 m anzutreffen.
Einzellebende Exemplare sind an harte Oberfläche gebunden oder tief im
Schlamm oder Sand vergraben. Koloniebildende Blumentiere hingegen überkrusten andere Substrate oder bilden Skelette unterschiedlichster Formen aus.Riffbildende Arten leben typischerweise in flachen (bis 40m
Tiefe), klaren, tropischen Gewässern.
Korallenpolypen haben einen charakteristischen
Bau: der Gastralraum (Verdauungstrakt) ist durch Trennwände (Septen, Mesenterien,
Sarcosepten, Mesenterien) in Gastraltaschen unterteilt, die oral an einem nach innen ragenden, schlitzförmigen Mundrohr enden. Im Mundrohr schlagen 1–2 Wimperstraßen (Syphonoglype), die zusammen mit den Flimmerepithelien der Mesenterien stets einen Wasserstrom durch den Polypen erzeugen und dadurch der Exkretion und Atmung dienen. Beute wird mit den Tentakeln
gefangen, dem Mund zugeführt und anschließend in den Gastraltaschen verdaut. Dabei
spielen die gekräuselten, frei beweglichen Ränder der Mesenterien (Mesentärfilamente)
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| Weich- und Hartkorallenformationen in Menjangan Amed Scuba Diving Tour |
als Produzenten der Verdauungsenzyme eine wichtige Rolle. Die Anordnung
der entodermal gebildeten Muskeln an den Septen ist
bilateralsymmetrisch. Zwischen Längsmuskelpaket und Mesenterialfilament
liegen jeweils in der Mesogloea
des Septums die Geschlechtszellen. Sie gelangen bei der Reife in den
Gastralraum und von dort nach außen. Bei manchen Arten findet im
Gastralraum Brutpflege statt. Neben geschlechtlicher ist
ungeschlechtliche Fortpflanzng durch Knospung häufig. Viele Anthozoen sind skelettbildend und tragen zur Korallenriffbildung bei. Nach der Ausbildung von 8 oder 6 (als Basiszahl) Septen oder Mesentereine unterscheidet man die beiden Unterklassen Hexacorallia und Octocorallia.

Mesenterien (Scheidewände im Inneren des Polypen) unterteilen den Gastralraum eines Korallenpolypen in Kammern. Sie verleiht stabilität. Der Gastralraum des Polypen ist sowohl der Magen als auch der Darmtrakt. Der Eingang ist sowohl Mund als auch After. Er dient in erster Linie der Verdauung und der Verteilung der Nährstoffe. Nach der Ausbildung von 8 oder 6 (als Basiszahl) Scheidewände unterscheidet man die beiden Unterklassen Hexacorallia und Octocorallia.
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| Weichkoralle |
Octocorallia
sind eine Unterklasse der Blumentiere. Sie besitzen 8 meist gefiederte
Tentakeln und haben 8
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| Octocorallia |
Mesenterien (Längswände) ausgebildet, die den
Gastralraum in acht Kammern unterteilen. Die Polypen der Octocorallia
sind sehr einheitlich gebaut, Der Gastralraum reicht aufwärts in die
hohlen Tentakel.Am Aufbau der Korallenriffe sind diese Weichkorallen
jedoch nicht beteiligt, da sie kein stabiles Skelet besitzen. Das Skelett der Octocorallia leitet sich von kalzitischen Skleriten ab, die miteinander verwachsen und auf diese Weise feste Gerüste bilden. Die einzige Ausnahme sind hier die Helioporida, deren Skelet aus Argonitfastern besteht.
Im Deutschen werden taxonomisch jedoch falsch verschiedene Gruppen nach Wuchsform und Festigkeit eingeteilt. Man unterscheidet Weich- (Alcyonacea), Röhren- (Stolonifera), Leder- (Alcyoniideae) und Hornkorallen von Gorgonien (Gorgonacea), Seefächer oder Seefedern (Pennatulacea).
Abiotische Faktoren spielen eine große Rolle beim Riffwachstum, an dem jedoch keine Weichkorallen beteiligt sind, sondern nur ihren Platz innerhalb des Riffes finden.
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| Tauchen und Forschen mit Amed Scuba Bali |
Standortfaktoren
Abiotische
Faktoren begrenzen Korallenriffe auf bestimmte Regionen unserer Erde,
da sie das Riffwachstum limitieren. Zu diesen Faktoren gehören die
Temperatur, die Lichtverhältnisse und die Salinität des Meeres.
Temperatur
Die
Wachstumsstandorte der Korallenriffe weisen relativ gleich bleibende
Bedingungen auf, die sich zum großen Teil im Bereich der 20°-Isotherme
abspielen. Optimale Wachstumsbedingungen finden Korallenriffe bei
durchschnittlichen Wassertemperaturen von 25 bis 26°Celsius vor. Fallen
die Temperaturen unter 20°Celsius so sinkt zunächst die Wachstumsrate
der riffbildenden Korallen. Fallen die Temperaturen jedoch weiter, so
sterben die Korallen. Bei einer Wassertemperatur von 15°C geschieht dies
bereits nach 24 Stunden und alle Korallen sind tot.
Bei ansteigenden
Temperaturen über 29°Celsius kommt es durch den Stressfaktor dem die
Korallen dadurch ausgesetzt sind zur so genannten Korallenbleiche. Die
Alge, die in der Koralle lebt, produziert falsche Stoffwechselprodukte
und wird von ihrem Wirten abgestoßen. Diese obligate Endosymbiose
zwischen Koralle und seiner Zooxanthellen ist lebensnotwendig für das
Überleben des Riffes. Kehrt der Symbiont nicht innerhalb eines halben
Jahres zu seinem Wirten zurück, so sterben die Korallenpolypen.
Lichtverhältnisse
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| Amed Scuba, Gili Selang |
Licht
ist der begrenzende Faktor bei der Verbreitung des Riffes in tieferes
Wasser. In Tiefen von 70 bis 90m können Korallen kaum noch wachsen. Die
Lichtintensität liegt hier unter 10% im Vergleich zur Oberfläche. Die
Abhängigkeit des Korallenwachstums vom Licht rührt von der symbiotischen
Beziehung zwischen Korallen und den Algen her. Die autotrophen
Zooxanthellen benötigen das Sonnenlicht für ihre Photosynthese, um mit
Hilfe des Lichtes aus Wasser und Kohlendioxid Zucker und Sauerstoff zu
gewinnen. Der Zucker ernährt sowohl die Algen als auch die
Korallenpolypen.
Aber der Lichtgradient im Riff ändert sich nicht nur
von oben nach unten, sondern auch innerhalb des Riffes entstehen durch
das unterschiedliche Wachstum der Korallen selbst vielfältige
Licht-Schatten Bereiche. Um sich an diese Lichtverhältnisse anzupassen,
wachsen die Korallen in verschiedenen Bereichen unterschiedlich gut.
Dadurch differenziert sich das Riff in ökologisch unterschiedliche
Bereiche und es entstehen unterschiedliche ökologische Nischen.
Neben
dem physikalischen Raum, den ein Organismus besetzt, beschreibt die
ökologische Nische auch das spezifische Wirkungsfeld einer Art, die
durch ein System von Wechselbeziehungen zwischen dem Organismus und
seiner Umwelt entsteht.
Salinität
Optimale
Wachstumsbedingungen finden die riffbauenden Organismen bei einem
durchschnittlichen Salzgehalt im Sommer von 36 Promille und im
Spätsommer von 28 bis 32 Promille vor. Dabei werden höhere Salzgehalte
bis maximal 45 Promille leichter akzeptiert als zu niedrige. Das stellt
ein Problem in der Regenzeit dar und durch eventuelle Einleitungen von
Süßwasser durch eine wachsende Anzahl von Hotels an der Küstenlinie.
Obwohl Korallen kurzzeitig einen niedrigeren Salzgehalt bis zu 75% unter
dem Normalwert tolerieren, sterben sie nach kurzer Einwirkungszeit ab.
Daher findet man auch keine Koralleriffe im Einflussbereich von
Süßwasser wie zum Beispiel in Flussmündungen.
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| Amed Scuba Korallen wachsen ineinander und konkurieren um Raum |
Als limitierend für
das Riffwachstum erweisen sich vor allem PO4-P und NH4, die im
oligotrophen Riff sogar über dem Wert des Riff umspülenden Wassers
liegt. Die Konzentration von PO4-P ist im Riff gewöhnlich nur
geringfügig höher als im umgebenden Ozean. Sie liegt jedoch nahe am
limitierenden Faktor für das Phytoplanktonwachstum.
Die NH4
Konzentration liegt gewöhnlich höher als im umgebenden Ozean und über
der für das Phytoplankton limitierenden Konzentration.
Aus diesem
Grund zeigen sich die Riffe auch ausgesprochen nährstoff- und
phytoplanktonarm. Das autotrophe Phytoplankton wird als Primärproduzent
jedoch für die Nahrungskette in jedem ökologischen System benötigt, um
die folgenden Kettenmitglieder zu ernähren. Energie geht in der
Nahrungspyramide unter anderem durch die Stoffwechselreaktionen der
lebenden Organismen verloren. Aus diesem Grund ist die enge Endosymbiose
zwischen Koralle und Algen unerlässlich für das überleben der Korallen.
Die Höhe der autotrophen Primärproduktion hängt jedoch nicht absolut
vom Vorrat an anorganischen Nährstoffen im Korallengarten ab, denn das
System ist auch mit dem umfließenden Meerwasser verbunden.
Es gibt eine große Menge an unterschiedlichen Korallen, die der Taucher in Bali in den Korallengärten entdecken kann. Eine Kleine Auswahl soll hier folgen:
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| Pilzkoralle (Fungiidae), Amed Scuba Jemeluk Bay |
Pilzkorallen (Fungiidae) sind Steinkorallen, die nicht wie die anderen Arten festgewachsene, in Kolonien lebende Tiere, sondern große Einzelpolypen sind. Sie leben nur in ihrer Jugend auf einem kleinen Stiel sessil. Der Stiel bricht nach einiger Zeit ab und der Einzelpolyp lebt frei in flachem Wasser, auf sandigem Untergrund. Da sie in diesem, für Korallen ungewöhnlichen Lebensraum, leicht von Wellen, Strömung oder Tieren umgedreht, von Sand bedeckt oder beschädigt werden können haben sie ein hohes Regenerationsvermögen und können sich selbst von Sand befreien. Bei zerbrochenen Polypen kann aus jedem Teil ein neuer Polyp wachsen. Die Korallen können sich auch vermehren, indem sie an ihrer Seite Tochterpolypen bilden und abschnüren. Die meisten der 25 Arten der Gattung Fungia erreichen die Größe eines kleinen Tellers. Cycloseris hat nur einen Durchmesser von vier Zentimeter, während die länglichen Herpolitha einen halben Meter lang werden können. Die Korallen kommen in allen warmen Weltmeeren vor.
