Mittwoch, 24. Mai 2017

Bali Reiseinformationen

Bucht von Amed beim Sonnenuntergang
Balinesische Tänzerinen
Bali gehört zum Inselreich Indonesien, dem größten Archipelstaat der Welt und ist mit einer Inselfläche von ca. 5632 qkm die westlichste der Kleinen Sundainseln im tropischen und artenreichen Indischen Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt nur ca. 90 km, die Ost-West-Ausdehnung ca. 140 km. Obwohl nicht so groß, benötigt der Besucher doch einige Zeit, um die Insel zu erkunden. Entfernungsangaben in Zeit sind oft hilfreich für einen Besuch der Insel.

Die Insel gehört zum sogennten Feuerring und ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs. Daher findet sich auf Bali ein sehr fruchtbarer Boden und eine ausgesprochen abwechslungsreiche Landschaft. Neben dem Tourismus stellt die Landwirtschaft nach wie vor die wichtigste Einkommensquelle der Bewohner dar. Die Vulkane werden ihrer Fruchtbarkeit wegen von den Bewohnern als „Heilige Berge“ verehrt. Und Dewi Sri als Göttin der Reisfelder hoch geehrt. Auf diesem kleinsten Inselparadies präsentiert sich die Natur in einer außergewöhnlichen Vielfalt. Angefangen von bis zu 3000 m hohen Bergen (Mt. Agung) mit kargen Vulkan- und Kraterlandschaften und von diesen sanft abfallenden Nebelwäldern an ihren Hängen, über kühle Hochebenen mit Frucht- und Gemüseanbau und üppige, grüne Reisfelder bis hin zu tropischem Regenwald oder Mangroven- und Savanenlandschaften, schwarzsandigen Lavastränden im Norden und weiten weißen Sandstränden im Süden.Unterschiedlichste Landschaftstypen auf nur wenigen Quadratkilomentern Inselparadies.

Auf Bali leben ca. 4 Mio. Einwohner. Die Mehrheit von ihnen sind Hindus. Der Hinduismus hat sich auf Bali zu einer eigenständigen Form entwickelt, die nicht so streng ist wie in Indien. Zeremonien zu Ehren der Götter und zur Besänftigung der Dämonen sind wesentliche Bestandteile der balinesischen Kultur und des täglichen Lebens. Der Glaube, die Religion und die Herzlichkeit der Balinesen machen diese Insel so einzigartig. Kaum jemand kann sich diesem Bann der Götter und Dämonen entziehen.
Die meisten Menschen sind in einer dörflichen Struktur integriert, ihr Leben und Alltag ist auf das Gemeinwohl und das Ganzheitliche Leben mit der Familie, dem Dorf und den Ahnen und Göttern ausgerichtet. Die Gemeinschaft ist höher angesiedelt als das individuelle Wohlergehen – das oberste Prinzip ist ein Leben in Harmonie. Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau ist klar gegliedert. Kinder sind bevorzugte Geschöpfe. Dieser starke dörfliche und soziale Verbund konnte bisher den immer größer werdenden Einflüssen von außen, die u. a. auch der Tourismus mit sich bringt, standhaft trotzen und seine Einzigartigkeit bewahren. Doch liegt es auch in der Hand der Gäste, die die Insel besuchen und an deren Respekt den Menschen und der Natur gegenüber, dass dieses „Paradies“ erhalten bleibt.



Klima
Bali liegt ca. 8° südlich des Äquators. Eben dieser Lage ist die eher untypische Beständigkeit des
Ulun Danu Tempel
tropischen Wetters zu verdanken. Mit einer nahezu gleichbleibenden Temperatur zwischen 28 und 32°C und einer steten Meeresbrise, wird das Klima im Gegensatz zu anderen tropischen Gebieten als angenehm und nicht feucht empfunden. Es gibt eine Trockenzeit von März bis November und eine Regenzeit von Dezember bis Februar, wobei es auch während der Regenzeit durchaus regenfreie und sonnige Tage gibt, allerdings bei hoher Luftfeuchtigkeit. Den meisten Niederschlag gibt es im Januar und Februar, vor allem am Nachmittag, wobei es in den Bergen mehr als in anderen Gebieten regnet. An der Nordküste fallen insgesamt weniger Niederschläge als in anderen Gebieten der Insel. Die „kühlsten“ Monate sind von Juni-August. Die Wassertemperaturen sind das ganze Jahr über gleichbleibend ca. 28° C, was Bali zu einem beliebten Urlaubsziel für Wassersportler aus aller Welt macht. Bali ist ein
Ganzjahresurlaubsgebiet, die beste Reisezeit liegt wegen der Regenzeit zwischen April und Dezember. Der Sonnenaufgang ist ganzjährig gegen 6.20 Uhr morgens, der Sonnenuntergang gegen 18.30 Uhr am Abend.

Bezahlmöglichkeiten und Landeswährung
Die Landeswährung für Indonesien sind Indonesische Rupiah (IDR). Die Preise für Hotels werden häufig in US $ angegeben. Durch den starken Euro ist Bali ein relativ günstiges Reiseland. Bargeld oder Kreditkarten (Visa und Master) sind empfehlenswert. Euro lassen sich problemlos in Bali wechseln. Jedoch sollte man zur Sicherheit immer große offizielle Wechselstuben wählen. Mit Dollar-Noten kann es etwas problematisch werden, da nicht alle Serien akzeptiert werden. Eingeknickte oder gerissene Noten werden nicht akzeptiert.

   
Zeit
Während der MEZ von Ende Oktober bis Ende März beträgt der Zeitunterschied zu Europa +7 Stunden, während der MESZ von April bis Oktober +6 Stunden.


Visum und Reisepass
Für Ihre Einreise nach Bali benötigen Sie einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Als Tourist erhalten Sie bei der Ankunft am Flughafen in Denpasar ein Touristenvisum („Visa on Arrival“), das eine Gültigkeit von 4 Wochen hat. Für einen längeren Aufenthalt muss ein Visum bei der indonesischen Botschaft in Berlin oder beim Generalkonsulat der Republik Indonesien in Frankfurt oder Hamburg beantragt werden. Momentan liegt die Gültigkeitsdauer bei 60 Tagen. Bitte erkundigen Sie sich darüber bei den entsprechenden Stellen. Der Preis hierfür beträgt aktuell ca. 60 €.    

Airlines und Flughafentransfer
Es gibt unterschiedliche Fluggesellschaften, die den Flughafen Denpasar Bali (DPS) anfliegen. Am besten fliegt man mit den entsprechenden Airlines über Singapore, Bangkok, Hongkong, Kuala Lumpur, Doha oder Taipeh mit einer Flugzeit zwischen 14,5 bis 20 Stunden. Unser Partnerreisebüro Pauli hilft Ihnen bei der Flugbuchung und sucht Ihnen die für Sie beste Verbindung, gerne auch mit Stopover in den entsprechenden Metropolen. Wir organisieren auf Bali auf Wunsch Ihren Flughafentransfer. Die Fahrt vom Flughafen in den Norden nach Amed dauert ca. 2,5 Stunden.

Bewertung einer Kundin 
Schon am Flughafen wurde ich persönlich von Christine (natürlich mit Blumenkette) empfangen und obwohl es schon spät (und tropisch heiss) war, hat sich Christine gleich Zeit genommen und mich zur kleinen Wechselstube mit gutem Kurs gefahren, damit ich mein Geld wechseln konnte.
Mit diesem persönlichen Service ging es weiter: Ich hatte die Besar Bali Tour gebucht, weil ich neben dem Tauchen auch noch etwas von Land und Leuten sehen wollte.Die Tour selbst war zwar anstrengend (und manchmal fast zu viel: aber das empfindet ja jeder und jede anders), jedoch war Christines Begeisterung für Land und Leute ansteckend. Ich durfte in der Zeit, als ich mit Christine unterwegs war, so viel schönes entdecken: wunderschöne, saftig-grüne Reisterrassen, Märkte, auf denen mir bislang nicht bekannte Früchte verkauft wurden, ein Spa, welches eigentlich nur die Einheimischen besuchen und wo ich eine tolle Pediküre gekriegt habe, das sensationell schöne buddhistische Kloster (mein persönliches Highlight), unzählige Tempel und Zeremonien der Einheimischen und natürlich hat mich Christine auch zu den schönsten Tauchplätzen Balis geführt. Für Taucher hat die Insel so einiges zu bieten
und ist - wenn man so wie wir um die ganze Insel reist - extrem abwechslungsreich.
20 Tauchgänge an verschiedenen Tauchplätzen: Menjangan, PJ, Tulamben, Amed, Candi Dasa, Padang Bai, Nusa Penida (Manta und Mondfische) 14 Tage und 13 Nächte an schönen Unterkünften vor Ort und jeden Tag gibt es ein Besichtigungsprogramm oder ein Spa Angebot. 
Preis 1900;- pro Person


XL Karte
Warum XL?
 
Wir haben uns für XL als Anbieter entschieden aufgrund der guten Netzabdeckung auf Bali und anderen umliegenden Inseln. Verglichen mit der Konkurrenz ist auch das 4G Internet sehr preiswert und in den meisten Regionen im Süden Bali’s sehr schnell.



Registrierung
1 . Lege die Sim-Karte ein, es sollte automatisch das Registrierungsmenü erscheinen. Falls nicht einfach *123# tippen und anrufen. Trage im folgenden deine Daten ein:
2. Nama (Dein Name), z.B. Michael Mueller
3. Nomor Identitas (Reisepassnummer), z.B. C97FKR6T7
4. Alamat (Adresse), z.B. Jalan Beji Ayu No. 6, Seminyak
5. Tempat lahir (Geburtsort), z.B. Muenchen
6. Tgl lahir (Geburtsdatum), z.B. 12121991
7. Jenis Kelamin (Geschlecht), (L) für männlich (P) für weiblich
8. Informasi gratis (Kostenlose Werbung), (Y) für JA und (T) für NEIN
9. Alles mit OK bestätigen
10. Handy neustarten
      
Glückwunsch! Du hast soeben erfolgreich eine indonesische SIM-Karte selbständig registriert!



Guthaben abfragen
Um dein Guthaben abzufragen wähle *123# und drücke auf anrufen.
Anschließend bekommst du eine Rückmeldung mit deinem Guthabenstand und bis wann die SIM-Karte gültig ist. Wenn man die Karte nicht regelmäßig mit Guthaben auflädt wird diese ungültig.
Dieses Menü bietet auch weitere Optionen, z.B. kann man mit „3“ antworten um mit dem Bestellen des mobilen Internetpakets zu beginnen.
 Wir empfehlen jedoch dazu die App für Android und iOS downzuloaden. Suche dazu im Store nach MyXL.


Guthaben aufladen
Um Guthaben aufzuladen gehst du einfach in den nächstgelegenen “Pulsa Shop”. Pulsa ist das indonesische Wort für Guthaben. Neben den kleinen lokalen Handy-Shops kannst du auch bei Circle K, Indomaret, Alfamart oder Mini Mart dein Guthaben aufladen. Du benötigst dazu deine Handynummer und den Namen deines Providers: XL. In der Regel kostet der Service für das Aufladen ca. 1.000 – 3.000 Rupiah, in den oben genannten Shops ist es häufig sogar kostenlos. Normalerweise haben alle Pulsa Shops das Guthaben für alle Anbieter. D.h man muss nicht zwingend nach einem XL-Shop suchen.
 
Mobiles Internet
Die angebotenen Internetpakete ändern sich sehr häufig. Die aktuelle Übersicht findest du auf der XL-Webseite: http://www.xl.co.id/id/internet/paket/combo-xtra. Wir empfehlen immer nur Monatspakete zu kaufen, auch wenn man nur eine oder zwei Wochen auf der Insel ist. Das beste Paket ist derzeit COMBO XTRA.



Günstig ins Ausland telefonieren
Folgende Vorwahlen können verwendet werden um günstig ins Ausland telefonieren zu können:
01000 + Ländervorwahl + Rufnummer
Beispiel: Du möchtest die deutsche Rufnummer 089-123456 anrufen.
Dann wählst du 01000 49 89 123456.
Ein Gespräch auf das deutsche Festnetz kostet mit der Vorwahl 01000 zwischen 7.000 - 9.000 Rupiah pro Minute. Genaue Kostenauflistung nach Länder gibt es hier: http://www.xl.co.id/en/international/call-abroad


Befehle für Non iOS & Android User
*123# Guthaben abfragen

Donnerstag, 23. Februar 2017

Ökosystem Korallenriff in Bali

Korallenriffe formen eines der wichtigsten Ökosysteme unserer
Korallengarten in Amed
Erde indem sie sowohl gegen das offene Meer als auch gegen das Land ein mehr oder weniger abgegrenztes ökologisches Gebilde mit einem eigenen Stoff- und Energiefluss bilden. Dieses Ökosystem wird sowohl von biotischen als auch von abiotischen Bedingungen beeinflusst.


Ökosystem Korallenriff, Amed Scuba
Dabei steht der Existenz der artenreichsten Biosphäre unserer Erde - in der schätzungsweise eine Million Arten an das Riff gebunden sind-, ein ausgesprochener Mangel an Nährstoffen und Raum für die Tiere gegenüber. Diese knappen lebenswichtigen Ressourcen müssen sich die hier lebenden Organismen teilen. Dies macht das Korallenriff so wunderbar vielfältig, empfindlich und spannend zugleich. 
Abiotische Faktoren limitieren das Riffwachstum und begrenzen es auf bestimmte Regionen in der Welt. Dazu gehören durchschnittliche Wassertemperaturen von ca. 25 - 26 Grad Celsius (zwischen 20 und 29 Grad Celsius) und Lichtverhältnisse bei denen der Symbiont noch Photosynthese betreiben kann. Bei Acroporen wird das Optimum in 1-5 Meter Meerstiefe auf dem Riffdach erreicht und reicht bis in eine Tiefe von ca. 15 Metern hinunter Die Strahlungsintensität liegt im Optimum zwischen 330 - 410 μmol (ca. 15.000 - 20.000 Lux).
Der Nährstoffmangel im oligotrophen Ozean begünstigt durch fehlende Sedimente und sehr klares Wasser bis in hohe Tiefen hinein das Korallenwachstum. Optimale Wachstumsbedingungen finden die riffbauenden Organismen bei einem durchschnittlichen
Amed Scuba - bunter Korallengarten bei Amed
Salzgehalt im Sommer von 36 Promille. Die Stoffkreisläufe im Korallenriff sind kurz geschlossen und freiwerdende organische Stoffe werden sofort wieder ins Riff eingebaut. Dabei sind vor allem der Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Phospat und Schwefelkreislauf zu berücksichtigen. Und wichtig für die heterotrophen Korallen, die ohne ihren autotrophen Symbionten gar nicht in der Lage wären anorganische Stoffe aufzunehmen, da sie von den Pflanzen zunächst in organische Substanz eingebaut wird, wie zum Beispiel Stickstoff in Nitrat und Ammonium, der Kohlenstoff in Glucose, Sulfat in Form von Sulfid und so weiter.
Das Korallenriff ist eine hauptsächlich von hermatypischen Korallen auf einer Fläche von ungefähr 600.000 km2 aufgebaute Struktur. Dieses Riff ist so groß, das es erheblich die ökologischen Faktoren seiner Umgebung und der ganzen Welt
Korallenriffe werden durch biotische und abiotische Faktoren stark beeinflusst, Amed Scuba
beeinflusst. Die Konsistenz des Riffes ist hinreichend fest, um den heranbrausenden Wellen zu widerstehen und die Küste vor Erosion zu schützen. Die Riffstruktur beeinflusst maßgeblich die Zusammensetzung ihrer Lebensgemeinschaften indem sie einen vielfältigen und charakteristisch gegliederten Raum für spezifisch an dieses Riff angepasste Riffbewohner bietet. Denn die verschiedenen Riffbereiche bieten ihren jeweiligen Lebensgemeinschaften verschiedener Populationen alle relevanten Umweltfaktoren, um es zu besiedeln und bilden damit ihr Biotop.
Das empfindliche Zusammenleben im Korallenriff hängt von der Beachtung der vielfältigen wechselseitigen Beziehungen der Organismen untereinander ab, da die Lebewesen in einer solchen Lebensgemeinschaft oder Biozönose in einem besonders ausgeprägten gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis voneinander stehen und von den Lebens- und Verhaltensweisen dieser abhängen.
Korallenriffe in Bali mit Amed Scuba

Korallenriffe findet man fast ausschließlich zwischen dem 30° nördlicher und 30° südlicher Breite. Es stellt sich die Frage, welche Faktoren beschränken die Korallenriffe gerade auf diese Gebiete? Die Komplexität und Variabilität der Biotope am Korallenriff sind von einer beträchtlichen Vielfalt abiotischer und biotischer Bedingungen gekennzeichnet, die die Korallenriffe auf bestimmte Gebiete der Erde begrenzen. Als limitierend für das

Riffwachstum zeigen sich vor allem die Temperatur, die Lichtintensität und der Salzgehalt des Wassers, welche die Kalksynthese und das Zusammenleben der riffbauenden Korallen und ihrer in Symbiose lebenden Alge beeinflussen. Obwohl ein Korallenriff sich als ein nährstoffarmer (oligotropher) Lebensraum darstellt, liefert die Photosynthese innerhalb der Grenzen des Riffes die Menge an organischem Kohlenstoff, die zur Aufrechterhaltung aller darin lebenden Organismen erforderlich ist. Anorganischer Kohlenstoff kann aus der Luft aufgenommen und im Wasser gelöst werden. Entweder wird es direkt von autotrophen Lebewesen aufgenommen (Pflanzen oder Phytoplankton) oder es reagiert mit Wasser zu Kohlensäure H2Co3. Diese Kohlensäure kann mit freien Wasserstoffionen zu Hydrogenkarbonat und zu Carbonat instabil reagieren oder es reagiert zu Calciumcarbonat, was die Grundlage der Schalen von Krebsen, Korallen, oder Muschelschalen ist. Kohlenstoffdioxid von Pflanzen oder Plankton aufgenommen, erzeugt mit Wasser und der Hilfe von Sonnenlicht die Glucose bei der Fotosynthese. Denn trotz des Nährstoffmangels besitzen Korallenriffe eine der höchsten Primärproduktionsraten innerhalb aller natürlichen Ökosysteme. Es handelt sich dabei um ein mehr oder weniger geschlossenes System. Um einen Nährstoffverlust zu minimieren, sind im Riff möglichst viele Inhaltsstoffe in der Biomasse der Rifforganismen gebunden. Sterben sie, so werden essentielle Minarlstoffe zum Aufbau der Biomasse sofort wieder zerlegt und freigesetzt und müssen dann wieder vom Plankton aufgenommen und für den Stoffkreislauf aufgearbeitet werden. Daher sollte man keine Teile aus dem Ökosystem Korallenriff entfernen, denn alle Mineralstoffe werden in dem nährstoffarmen Lebensraum zum Wiederaufbau benötigt! Auch das Ökosystem Korallenriff benötigt eine positive Nährstoffbilanz. Organische Nährstoffe werden zumeist von den Riffbewohners sofort wieder verwertet und in den Stoffkreislauf mit eingebunden. Daher zeichnet sich ein Korallenriff auch durch permanente Auf- und Abbauprozesse aus. Primärproduzenten, die für diese benötigte positive Stoffbilanz sorgen, sind die autotrophen Zooxanthellen, die mit den riffbildenden Korallen in einer endogenen Symbiose zusammenleben.
Weitere Informationen findet Ihr in der Webseite von Amed Scuba in Bali. Als Biologin kann ich Euch hier nicht nur theoretisch Informationen geben sondern gleich mit Euch zusammen abtauchen und alles vor Ort in den Korallenriffen Balis beobachten.
More about Reef Ecology you will find in the following block page about Reef Ecology in Bali
Amed Scuba, Hausriffe

Mehr zu abiotischen Faktoren beim Riffwachstum erfahrt Ihr unter: http:http://amedscuba.blogspot.de/2009/07/abiotische-faktoren-beim-riffwachstum.html//amedscuba.blogspot.de/2009/07/abiotische-faktoren-beim-riffwachstum.html

Samstag, 24. September 2016

Plankton - Die Grundlage des Lebens im Meer

Christine Sbick, Amed Scuba
Sitze ich abends mit den Fischern von Jemeluk nach getaner Arbeit am Meer in Bali und höre ihnen zu, so berichten sie, wie wenig Fisch noch in den Gewässern um Bali zu finden ist. Sie klagen über die vielen Boot, die hinaus auf das Meer fahren und über die Fischer der Nachbarinseln, die nach Bali herübersegeln, um hier zu fischen oder auch mit Dynamit zu jagen. Oder sind es die großen Hochseetrawler, von denen die Fischer berichen?
http://www.amed-scuba.de
98% der Biomasse des Meeres besteht aus Plankton. Plankton definiert sich als Organismen, deren Schwimmrichtung von der Wasserströmung vorgegeben ist. Alles das, was von der Strömung des Wassers mitgetragen wird, gehört somit zum Plankton, also normalerweise aus winzig kleinen im Wasser dahin treibenden Pflanzen und Tieren. Aber auch größere Tiere wie zum Beispiel Quallen, dei von der Strömung mitgetragen werden, gehören zum Plankton. Das Wort kommt aus dem griechischen und bedeutet, das Dahintreibende. Es dient primär und sekundär als Nahrung für das Nahrungsnetz aus Krebsen, Fischen, Säugetieren. Grob unterteilt man das Plankton als pflanzliches und als tiereisches Plankton. Das pflanzliche oder phytoplankton zeichnet sich dadurch aus, dass es mit Hilfe von Sonnenenergie, Wasser und Kohlenstoff Zucker und Sauerstoff aufbaut und damit zur
Amed Scuba: Phytoplankton
Nahrungsgrundlage allen tierischen Planktons und ebenfalls höherer Lebewesen wird, die nicht in der Lage sind, photoautotroph diesen Zucker herzustellen. Dafür frisst jedoch das Zooplankton das Phytoplankton und erhält seine Energie aus dem von dem Phytoplankton in den Chloroplasten hergestellten Zucker. Das Seegras besteht zum Beispiel aus Einzellern, die sich zu Kollonien zusammen schließen und wie lange schimmernde Perlenketten wirken und schimmern bläulich-grüm!
Amed Scuba: Phytoplankton in Bali
Um Photosynthese zu betreiben und Zucker herzustellen, muss das Phytoplankton tagsüber an oder in die Nähe der Oberfläche. Der Raum bis ca. 20 Meter in die Meerestiefe hinein ist von Licht und damit von Energie durchflutet, die der Farbstoff Chlorophyll für die Photosynthese benötigt. Das Kohlenstoffdioxid erhält das Phytoplankton aus dem Meer, in dem es gelöst vorliegt. Die Photosynthese, auch der Kohlenstoffzyklus genannt, ist ein ausgeklügelter biochemischer Prozess. Je mehr Kohlenstoffdioxid zu Sauerstoff umgewandelt wird, desto mehr Kohlenstoffdioxid kann sich wieder mit dem Wasser verbinden. Diesen Prozess kann man sich wie einen großen Sog vorstellen. Unsere Weltmeere sind sehr große Kohlendieoxidsenken, weil es so viel Phytoplankton bestitzt und CO2 speichern kann. Somit wird rund die Hälfte des Kohlenstoffdioxids der Atmosphäre im Meer gespeichert und vor allem verarbeitet. Damit stellt das Meer und insbesondere die Korallenriffe, die eien Symbiose zwischen Alge und Koralle bilden, die Lunge unserer Erde dar. Als photoautotropher Organismus bildet dadurch das Phytoplankton die breite Basis aller
Amed Scuba: Plankton in Bali
Nahrungspyramiden, Nahrungsketten und Nahrungsnetze im Ökosystem Meer. Dadurch stellt das Phytoplankton die Grundlage allen Lebens im Meer! Tierische Organismen fressen das
Amed Scuba Bali, Ein Plankton kommt selten allein!
Phytoplankton und wandeln den Zucker in ihren Mitochondrien mit Hilfe von Sauerstoff zu Energie um. Es entsteht dabei wieder Kohlenstoffdioxid und Wasser und treibt somit den Kohlenstoffzyklus weiter an.
Plankton in Bali. Roter Farbstoff sind häufig Anthozyane, brauner Farbstoff Fucoxantin, Amed Scuba
Erhält das Phytoplankton die richtigen Voraussetzungen, so wächst es schnell an. Die Teilung und Vermehrung kann dabei logarithmisch erfolgen und ist dann explosionsartig, bis alle Nährstoffe der Umgebung aufgebraucht sind. Eine Planktonblüte kann sich entwickeln. Voraussetzung für diese Planktonblüte ist auf jedenfall eine optimale Versorgung des Phytoplanktons mit Licht und Nährstoffen und der richtigen Temperatur. Wenn biotische und abiotische Faktoren für das Wachstum stimmen, so erhalten die im Nahrungsnetz folgenden Organismen reichlich Nahrung. Dazu gehören auf jedenfall Sonnenlicht. Das Phyotoplankton muss dazu im Raum an und direkt unter der Oberfläche sein. Die größte Dichte findet man bis ca. 20 Meter Wassertiefe vor
Amed Scuba, Plankton in Bali, Jemeluk
. Um das Gerüst aufzubauen werden, Selicat, Phosphat, Nitrat (besonders bei Kieselalgen) und Amonium benötigt. Viele dieser Nährstoffe kommen aus der Tiefsee und werden durch das Förderband der Meere an die Oberfläche befördert.
In der Tiefsee lagern sich die Ausscheidungen der Tiere und ihre Kadaver in der Tiefe ab und auch jede Menge Mikroplastik befindet sich jetzt am Meeresgrund. Meeresströmungen, die die Weltmeere miteinander verbinden, wirken wie riesige Umwälzpumpen. In diesem Kreislauf sinkt kaltes, salzhaltiges und dadurch schwereres Wasser in die Tiefe auf den Meeresboden, wo es Nährstoffe aufnimmt und wenn es sich erwärmt und salzärmer wird, steigt das leichtere
Amed Scuba, Plankton Bali Jemeluk
Wasser wieder an die Oberfläche. Riesige Umwälzungen finden hier also statt. Diese an die Oberfläche geschwemmten Nährstoffe sind Voraussetzung, damit das Phytoplankton sich überhaupt vermehren kann. Doch welchen Einfluss hat das Mikroplastik auf das Phytoplankton. Wird es mit eingebaut in die Zellen und an das Plastik häufig gebundene Gift? Bei guten Bedingungen teilt sich das Phytoplankton ein bis zwei Mal am Tag, so dass bei optimalen Bedingungen Algenblüten entstehen.
http://www.amedscubabali.com
A large research synthesis, published in one of the world’s most influential scientific journals, has detected a decline in the amount of dissolved oxygen in oceans around the world — a long-predicted result of climate change that could have severe consequences for marine organisms if it continues.
The paper, published Wednesday in the journal Nature by oceanographer Sunke Schmidtko and two colleagues from the GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research in Kiel, Germany, found a decline of more than 2 percent in ocean oxygen content worldwide between 1960 and 2010. The loss, however, showed up in some ocean basins more than others. The largest overall volume of oxygen was lost in the largest ocean — the Pacific — but as a percentage, the decline was sharpest in the Arctic Ocean, a region facing Earth’s most stark climate change.
The loss of ocean oxygen “has been assumed from models, and there have been lots of regional analysis that have shown local decline, but it has never been shown on the global scale, and never for the deep ocean,” said Schmidtko, who conducted the research with Lothar Stramma and Martin Visbeck, also of GEOMAR.
Ocean oxygen is vital to marine organisms, but also very delicate — unlike in the atmosphere, where gases mix together thoroughly, in the ocean that is far harder to accomplish, Schmidtko explained. Moreover, he added, just 1 percent of all the Earth’s available oxygen mixes into the ocean; the vast majority remains in the air.
Climate change models predict the oceans will lose oxygen because of several factors. Most obvious is simply that warmer water holds less dissolved gases, including oxygen. “It’s the same reason we keep our sparkling drinks pretty cold,” Schmidtko said.
But another factor is the growing stratification of ocean waters. Oxygen enters the ocean at its surface, from the atmosphere and from the photosynthetic activity of marine microorganisms. But as that upper layer warms up, the oxygen-rich waters are less likely to mix down into cooler layers of the ocean because the warm waters are less dense and do not sink as readily.-https://www.washingtonpost.com/news/energy-environment/wp/2017/02/15/its-official-the-oceans-are-losing-oxygen-posing-growing-threats-to-marine-life/?postshare=7971487308694701&tid=ss_fb&utm_term=.a44548237a03growing-threats-to-marine-life/?postshare=7971487308694701&tid=ss_fb&utm_term=.a44548237a03



Montag, 15. August 2016

Nusa Penida

Nusa Penida 
Grüße aus Bali Christine Sbick von Amed Scuba

ist eine versteckte Perle in Balis Schatten und unglaublich einzigartig und geheimnisvoll. Abseits des großen Touristenstromes liegt die gut 300 Quadratkilometer große Insel Nusa Penida.  Trotz wunderschöner weißer Sandstrände ist die Insel bisher noch nicht vom Tourismus erschlossen, entsprechend wenig entwickelt ist die touristische Infrastruktur von Straßen bis hin zu Restaurants oder Unterkünften. Für Balinesen stellt die Insel einen ihrer wichtigsten Pilgerorte dar. Nusa Penida selber gehört zu Bali und in alter Zeit wurden hierher unliebsame und aufrührerrische Balinesen als Gefangene deportiert und auch Magier der schwarzen Magie wurden hierher entsorgt. Der Insel sprechen die Balinesen daher auch eine besondere Magie zu. Nusa Penida ist in den Augen der Einheimischen Balinesen das Reich des Dämonenkönigs Ratu Gede Mecaling, der über ein Heer von bösen Meeresgeistern gebietet. Daher bringt die Bootsbesatzung bei den hier durchgeführten Tauchgängen auch immer Blütenofferings mit, um sie den Meeresgeistern zu übergeben. Durch seine Insellage und der Abgeschnittenheit vom balinesischen Festland, entwickelte sich die hinduistische Kultur hier ein wenig anders. Nusa Penida ist ein Kalksteinplateau, das sich bis zu 529 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Mit eher kahlen Bergrücken und durch Regenmangel auch eher spärlicher Vegetation bildet die Insel einen Kontrast zum fruchtbaren grünen Eiland Bali. Nusa Penida wird kaum agrarisch genutzt, da die Karstböden sehr wasserdurchlässig sind. Daher leben die ca. 45000 Einheimischen zumeist vom Fischfang und sind eher arm. Aber dieser Fischreichtum hat hier eine atemberaubende Fülle hervorgebracht. Was die Natur hier unter und über Wasser bietet ist ein Traum und abseits der Touristenorte Balis findet man hier noch ein Stück weit Robinson Cruso Paradies vor. Was der Reisende hier erlebt und welch eine atemberaubende Natur er vorfindet ist kaum zu glauben! Eine ganze Weile bereisten wir die kleine Insel der Dämonen und wurden jeden Tag aufs Neue mit Staunen zurückgelassen. Statt Reisanbau findet der Reisende hier eher Mais, Süßkartoffeln und Sojabohnen vor. Auch Seetang und Algen werden hier kultiviert und an kann den Einheimischen bei der Ernte zusehen. Da es kaum Grundwasser gibt, bewässern die Einheimischen die Felder aus Betonzisternen. Regenwasser wird darin gespeichert.
Für mich stellt die Insel eines der größte Highlight von Bali dar. So viel Einzigartiges in dieser kurzen Zeit erlebe ich nicht so schnell auf unseren interessanten Bali Touren mit Amed Scuba.
Und so hoffe ich, auch Euch wird die kleine Insel an der Ostküste Balis verzaubern und in ihrne Bann ziehen und ganz bestimmt wird sie Euch den Atem rauben! Ein paar interessante Beispiele möchte ich Euch hier mitgeben.
Eingang zum Höhlentempel in Nusa Penida

Höhlensee in Giri Putri - Tauchreise Amed Scuba
 

Goa Giri Putri Höhlentemple

Wart ihr schon mal in einem Tempel der sich innerhalb einer riesigen Höhle befindet? Nein? Ich auch nicht, bis ich mit meinen Freunden auf  Nusa Penida die Goa Giri Putri besuchte. Wahnsinn! Diese Höhle hat es in sich. Powervoll. Grenzgenial. Phänomenal. Kultur und Natur pur! Keine Frage. Spaß ist dir garantiert mit diesem Hammer-Tempel. Für mich bis heute eines der Höhepunkte meiner Indonesien Reise und es sorgt noch immer in Gedanken für Gänsehaut. Wie bei Indiana Jones erlebte ich ein kleines atemberaubendes Abenteuer bereits beim Einstieg in den Höhlentemple. Die Tempelhöhle darf nur mit Sarong und dem dazugehörigen Tempelschal und bedeckten Schultern durchwandert werden, da sie eines der höchsten und wichtigsten Heiligtümer der Balinesen darstellt. Überraschend unaufdringlich wird der Reisende hier in Empfang genommen und abseits der Touristenrouten Willkommen geheißen.
Der Eingang ist ein ganz schmales Loch und befindet sich zwischen ein paar Felsen hinter einem scheinbar normalen balinesischen Tempel. Im Inneren wird man dann
Goa Giri Putri - Amed Scuba Tauchreise auf Bali
plötzlich von gigantischen Höhlenwänden fast erschlagen, wenn sich der schmale Gang in die Höhle hinein öffnet.
Eingang Goa Giri Putri - Amed Scuba
Die Atmosphäre der Höhle, die ihr von Anfang bis zu ihrem Ende durchlauft, ist kaum zu beschreiben, überall stehen kleine Altäre, hinduistische Statuen, Symbole und hinduistische Priester an bunten kleinen Tempeln, die in schwaches Licht getaucht sind und sofort hat man den aromatischen Geruch von würzigen Räucherstäbchen in der Nase. Ein unglaublich magisches und mystisches Erlebis ist es, die Höhle zu erwandern und Seitengänge mit hinduistischen Statuen und kleinen Höhlenseen zu entdecken.
Ihr müsst das selbst erleben! Dieses Gefühl in Worte zu fassen ist einfach nicht möglich.
Weißer Sandstrand von Nusa Penida - Amed Scuba Tauchreise
Beim Eingang und Ausgang solltet ihr außerdem eine kleine Spende hinterlassen. Der Eintritt ist nicht hoch, hilft den Balinesen aber, Ihr wundervolles Heiligtum zu erhalten. Als Geschenk erhaltet Ihr am Ausgang der Höhle ein Glücksarmband aus drei Farben Wolle (schwarz, rot und weiß) und werdet mit geweihtem Wasser vom Priester der Mildtätigkeit und des Mitgefühls beträufelt. Das Armband solltet ihr solange am Handgelenk tragen bis es von selbst abfällt. Zumindest verlangt das der hinduistische Glaube vor Ort.

Auf Nusa Penida wartet bereits ein Transportmittel zur Weiterfahrt. Denn wir wollen diesen Tag auf der Insel verbringen und ihre größte Sehenswürdigkeit besichtigen. Unser Chauffeur kennt sich auf den schlechten und engen Straßen der Insel gut aus und wir fahren entlang der Küste und ihren im Meer befindlichen Ager Ager Plantagen zu Nusa Penidas wohl interessantestem Tempel - Giri Putri.
Eingang zum Höhlentempel von Nusa Penida
Um den Eingang dieses heiligen hinduistischen Tempelkomplexes zu erreichen, erklimmen wir zunächst einige ungleichmäßige und recht hohe Stufen. Der Pilger erreicht auf der Spitze eine kleine Öffnung zwischen den Felsen und wir lassen uns vorsichtig hineingleiten in den Einstieg der 262 Meter langen heiligen Höhle. Am Höhleneingang, bewacht von einem hinduistischen Priester, befindet sich der erste Schrein, der die drei Personifikationen von Siva symblolisiert und ein für Hindus heiliges Relikt vom Elefantengott Ganesha beherbergt. Ganesha ist der Sohn von Shiva und Pavati und gilt den Hindus als Überwinder aller Hindernisse. Die Ganesha Figur besitzt einen menschlichen Körper auf dem ein Elefantenkopf thront.
Als Shiva nach langer Reise zu seiner Frau Pavati heimkehrt, die gerade im Bade weilt, verweigert ein junger Mann Shiva den Eintritt zum Bade
seiner Ehefrau. Shiva, der seinen Sohn nicht erkennt, schlägt ihm den Kopf ab, woraufhin die entsetzte Mutter ihren Ehemann aufklärt. Nach erfolgloser Suche nach dem Schädel seines Sohnes, läuft Shiva ein Elefant über dem Weg, dem er sogleich den Kopf abschlägt und seinem Sohn aufsetzt. Auf diese Weise erhielt Ganesha seinen Elefantenkopf, der ihn zum Überwinder aller Hindernisse werden lässt. Die Ödipus Geschichte einmal anders herum erzählt!
Der schmale Eingang der Höhle Giri Putri ist eine im Durchmesser ungefähr 70 cm große Öffnung im Fels, in die man sich einzeln hindurch zwängen muss. Passiert man diesen Höhlenmund und den darauf folgenden flachen Tunnel, eröffnet sich dem Betrachter ein atemberaubend schöner Anblick, wenn sich vor ihm eine riesige Höhle öffnet, deren Durchmesser sicherlich um die 60 Meter misst.
Höhlensee in Giri Putri - Amed Scuba
Die Höhlendeckenstruktur weißt scharfe Stalaktiten auf und beherbergt tausende von Fledermäusen. Der Höhlenboden hingegen ist gefüllt mit großen Felsenblöcken. Entspannt kann man von Schrein zu Schrein zwischen ummantelten Felsenblöcken und an einem Höhlensee entlang wandern. Die Balinesen bitten hier um Erfolg, Reichtum und Glück in ihrem Leben und dass das Gute und das Böse im Ausgleich gehalten wird und eine Balance im Leben existiert. Der zweite Schrein des Höhlentempels ist Ratu Gede Nusa geweiht, dem historisch überlieferten Herrscher von Nusa Penida, der den König der Dämonen und der bösen Geister darstellt und über Penida herrschte. Er ist der Patron der Balinesischen Hexen und verbreitet Leiden und Krankheiten. Dieser Herrscher muss von den Balinesen durch Opfer gnädig gestimmt werden, damit nichts Böses passiert. Gut und Böse müssen in Bali im Ausgleich gehalten werden, daher muss nach Ansicht der Balinesen auch zum Bösen gebetet werden, aus Respekt und damit diese einen verschonen und vor Unglück bewahren. Entlang von verschiedenen Schreinen durchwandern wir die Höhle. Der Giri Putri Tempel endet in einer kleinen grünen Schlucht, wo unser Fahrer bereits auf uns wartet.


Tauchen und Schnorcheln auf Nusa Penida
Tauchen mit Amed Scuba in Bali

Nusa Penida hat neben Amed, Tulamben und Menjangen die besten Schnorchelgebiete in Bali und vielleicht sogar in ganz Südostasien. Tauchend bin ich schon nicht nur in Asien herrumgekommen und für mich persönlich waren die Gebiete rund um Nusa Penida und Amed mit die Schönsten, die ich in Südostasien gesehen habe, was auch der Strömung zu verdanken ist, die sich hier um die Insel bildet, da der zwischen Bali und Lombok verengte Strom eine weitere Verengung zwischen den Inseln Nusa Penida und Nusa Lembongan erfährt und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit vorbeizieht.
Wir finden diese versteckten Perlen im Südosten Balis inmitten der Straße von Lombok, die Bali von Lombok durch einen tiefen Wassergraben scheidet. Gleichzeitig bildet diese sogenannte Wallace Linie eine geographische Trennlinie zwischen der australischen und eurasischen Platte, die deren Tier- und Pflanzenwelt voneinander abgrenzt. In Folge zeichnet sich die Unterwasserwelt durch besonderen Artenreichtum aus. Die Meeresströmung kann hier teilweise recht heftig und kühl sein, denn es fließen riesige Wassermassen vom Pazifik in den Indischen Ozean und bringen Nährstoffreiches Wasser mit sich.
Manta in Nusa Penida - Amed Scuba Tauchreise
sitzen bereits im Bus, der uns zu unserem Schnellboot und damit zu einem von Balis berühmtesten Tauchplätzen bringen soll. Nusa Penida, Nusa Caningan und Nusa Lembongan.
Nusa Penida ist heute unser Ziel, denn wir wollen Mondfische und Mantas sehen und die Insel selbst ein wenig erkunden. Die Tauchplätze in Nusa Penida sind berühmt für ihre an der Südspitze der Insel anzutreffenden Manta Putzerstationen, in denen regelmäßig Teufelsrochen anzutreffen sind. Von Juni bis Oktober lassen sich in den Buchten der Insel ebenfalls Mondfische - Mola molas - sichten. Mondfische gehören zur Familie der Kugelfische und sind mit einer Größe von bis zu drei Metern die größten lebenden Knochenfische der Erde. Trotz ihrer Größe haben Mondfische nur einen
Mola Mola in Chrystal Bay - Amed Scuba Tauchreise
kleinen Mund, mit dem sie zum Beispiel Quallen als Nahrung einsaugen. Normalerweise leben Mola molas im kalten Wasser und oftmals in großen Tiefen, jedoch tauchen sie regelmäßig in Bali bei Nusa Penida und bei Candi Dasa bei den Inseln Tepekong, Mimpang und Biaha auf, um sich dort an bestimmten Plätzen reinigen zu lassen. Die Putzerstation von Chrystal Bay befindet sich in ca. 40 Meer Tiefe und die Strömung kann in dieser Bucht recht heftig werden, darüber wurden wir bereits im Vorfeld von unserer Tauchschule informiert. Die Tauchgänge werden nur erfahrenen Tauchern erlaubt und getaucht wird früh am Morgen bei auflaufender Flut. Nur ein bis zwei Taucher sind mit einem Divemaster unterwegs, welcher die Plätze sehr gut kennt. Eine Rückwärtsrolle und mein Atem stockt, denn das Wasser ist hier wirklich eisig, verglichen mit den warmen Plätzen von Amed und Tulamben. Im Juli kann die Wassertemperatur schon mal auf 19 Grad fallen, berichtet
Tauche in Bali mit Amed Scuba
uns unser Instruktor, der sich vorsichtig im kristallklaren Wasser der Bucht in die Tiefe vortastet. Die Zeit ist in dieer Tiefe knapp bemessen. Tong tong, erklingt der Stab am Tank unseres Gruppenleiters. Und die ersehnten Mondfische tauchen direkt vor uns an einer Steingruppe in ca. 45 Meter Tiefe auf. Es ist kaum zu glauben, wie riesig sie sind und wie klein ein Mensch neben ihnen aussieht. Unsere erhofften Fotos schießen wir, als wir unserem Diveguide bis in 35 Meter Tiefe - dicht an der Wand bleibend - folgen. Hier wachsen viele schöne und intakte Hartkorallen im oftmals strömungsreichem Wasser. Wir haben Glück, denn lange Zeit ist uns in der großen Tiefe nicht beschert, aber beim Sicherheitsstop in nur fünf Meter Tiefe taucht noch einmal einer dieser Riesen direkt vor uns auf und lässt sich zum Abschied mit der Kamera ablichten.
Mondfisch in der Putzerstation - Amed Scuba Tauchreise
Entlang von hoch aufsteigenden Kalksteinfelsen an der Südküste von Nusa Penida fahren wir zu unserem zweiten Tauchplatz, der uns in nur maximal 15 Meter Tiefe Mantas schenken soll. Als wir am Tauchplatz ankommen, können wir die Giganten bereits direkt an der Wasseroberfläche entlang schwimmen sehen. Es hält uns kaum an Bord. Ungeduldig würden wir am liebsten sofort ins Wasser springen, aber unser Diveguide weißt uns in seinem Briefing noch einmal darauf hin, dass die sensitiven Tiere nicht berührt werden dürfen auch wenn sie sehr dicht an einem vorbeischwimmen. Und dann ist es endlich so weit. Bereits beim Abtauchen sehen wir die ersten Mantas neugierig um uns her kreisen. Wer beobachtet hier eigentlich wen? Mit ihren sieben Metern Spannbreite schwimmen die Riesen in ihrem schwarzen Galaanzug elegant um uns herum. Ich fühle mich unendlich glücklich und drehe mich im Wasser. Werde ich hier etwa imitiert, frage ich mich, als der Manta mir in der Bewegung folgt. Und es beginnt ein kleiner Tanz mit den am Bauch recht unterschiedlich gefärbten Tieren, die scheinbar ebenso viel Spaß an den Tauchern haben wie wir an ihnen. Immer wieder nähern sie sich und drehen umeinander und um uns herum und filtrieren dabei noch Plankton aus dem Wasser. Zwei unglaublich beeindruckende Tauchgänge!
Das Tauchen an den Inseln sollte man nicht verpassen, aber ich verstehe heute auch besser, warum der Bootsmad während der Fahrt kleine Blumenopfer in das Meer entlässt. Sicherlich auch, um die Dämonen der Strömung gütig zu stimmen und für die göttlichen Geschöpfe, mit denen wir auf unseren Tauchgänge belohnt wurden.
Mondfisch in Nusa Penida - Amed Scuba Rundreise
Das Fastboot bringt uns nach PED in den Norden von Nusa Penida, wo wir einen unserer drei Tauchgang des Tages entlang eines flach in große Tiefen abfallenden und wundervoll mit Korallen bewachsenen Hanges starten. Wir driften entspannt entlang von fantastischen bunten
Schildkröte auf Nusa Penida - Amed Scuba
Korallenformationen. Unter einer Tischkoralle entdecken wir eine riesige Schildkröte. Sepien und Oktopusse tarnten sich in den sehr gut erhaltenen Korallen und eine schwarz-weiß gestreifte Seeschlange schlängelt sich gemächlich zwischen den Korallen hin und her. Das Boot folgt uns in der Strömung und nimmt uns am Ende des Tauchganges wieder sicher auf. 
Es gibt so viele versteckte einsame Buchten mit weißem Strand rund um die Insel Nusa Penida, die man kletternd von Land aus oder mit kleinen lokalen Booten erreichen kann und wo das Leben über und unter Wasser verzaubert. Neben den „normalen“ Schnorchelgebieten gibt es auch noch den Manta Point und die Mondfischbucht mit kristallklarem Wasser (Chrystal Bay)
Hier könnt ihr riesige Mantarochen wirklich hautnah sogar beim Schnorcheln in geringer Tiefe erleben und das sogar mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit. Stellt euch vor, ihr taucht unter Wasser und das erste was ihr seht, sind diese gigantischen bis zu 7 Meter großen und friedlichen Planktonfresser die majestätisch und äußersts elegant unter euch vorbei gleiten.


Menschenleere Strände

Touristisch erschlossen ist Nusa Penida trotz wunderschöner weißer Sandstrände hingegen
Menschenleere Weiße  Sandstrände - Amed Scuba
nicht. Für Balinesen stellt die Insel einen ihrer wichtigsten Pilgerorte dar. Nusa Penida selber gehört zu Bali und in alter Zeit wurden hierher unliebsame und aufrührerrische Balinesen als Gefangene deportiert. Der Insel sprechen die Balinesen daher auch eine besondere Magie zu.
Da es auf Nusa Penida noch so gut wie keinen Tourismus gibt, sind die Strände dementsprechend menschenleer und traumhaft einsam. Allerdings muss man für einige dieser einsamen weißen Sandstrände einen mehr oder weniger beschwerlichen Weg in Kauf nehmen, wo man ganz schön ins Schwitzen kommen kann.
Die Ausnahme ist hier allerdings die Crystal Bay. Hier könnt ihr direkt mit dem Scooter bis zum Strand fahren ohne einen anstrengenden Fußmarsch hinzulegen. Die Crystal Bay ist wirklich gigantisch schön. Dafür ist man aber nicht komplett alleine und auch ein paar Boote mit Schnorchlern findet man hier.
Allerdings verschwinden die Boote um 14 Uhr wieder. Und mit nicht komplett alleine am Strand meine ich, dass maximal 5-10 andere Menschen auch da sind. Ihr werdet also definitiv ein ruhiges, ungestörtes Plätzchen finden, wo die nächsten 20-30 Meter niemand anderes ist! Wir selbst haben uns richtig verliebt in die Crystal Bay!
Crystal Bay ist bekannt für seine sehr starke Strömung. Abhängig von den Gezeiten können sich hier die Tauchbedingungen sehr ändern und sind daher ebenfalls nur erfahrenen Tauchern zu empfehlen. Auch hier sollte um den Gezeitenhöchststand getaucht werden, um der starken Strömung ein wenig auszuweichen. Bei einem negativen Einstieg tauchen wir ohne Verzögerung zu einem Felsen der in der Mitte der Bucht befindlichen kleinen Insel hinab, der uns Tauchern Strömungsschatten bietet. 

Der Tempelwald mit steilem Abstieg zu den heiligen Naturquellpools

An der Südküste der Insel befindet sich der Tempelwald mit einem sehr steilen Abstieb zu den heiligen Naturquellen. Da Penida nur über sehr wenig Süßwassserquellen verfügt, ist dieser Platz direkt am Meer den Balinesen heilig! Obwohl beschwerlich im Abstieg, wird der Reisende belohnt mit atemberaubend schöner und spektakulärer Steilklippenformation, die über 200 Meter abfällt und einen atemberaubend schönen Blick auf das heranbrandende Meer freigibt. Südlich von Sebuluh führt ein schwindelerregend steiler Stufenpfad aus Bambus und Holz zur Küste hinunter. Schwindelfrei sollte man schon sein, denn die Treppen verbergen nicht, wie weit es darunter abwärts geht. Am Fuße der Klippen findet man die Süßwasserbecken. Sie sind heilig und daher nicht zum Baden da. Die Füße sollte man nicht hinein halten, denn das würde die Gläubigen verletzen!

Der Tempel Wald mit steilem Abstieg zu den heiligen Naturpool

Tempelnacht in Pura Dalem

Westlich der Inselhauptstadt Sampalan liegt bei Toyapakeh das Heiligtum Pura Dalem Penataran Ped. Es handelt sich hierbei um einen Tempelkomplex von mehreren Einzeltempeln, die im Uhrzeigersinn von Gläubigen in der Nacht betend umrundet werden. Der Schrein, den ein rechteckiger Teich umgibt, ist dem Höllenfürten geweiht. Zu diesem Unterweltstempel, der als Zentrum der schwarzen Magie in Bali angesehen wird, pilgern Balinesen, um mit Opfern Ratu Gede Mecaling zu beschwichtigen. Übernachtet wird in der Gruppe im Tempel. Unterlagen stehen zur Verfügung, Decken sollte man sich selber mitbringen, so man mit den Einheimischen zusammen die Nacht verbringen möchte. In der Nähe befinden sich jedoch auch Unterkünfte. Eine Nacht mit den betenden Balinesen zusammen zu verbringen, ist wirklich sehr mystisch und ein unvergleichliches Erlebnis!





Mittwoch, 20. Juli 2016

Die Seegurke ein Wunderwerk der Natur

Obwohl sie Seegurke heißt, handelt es sich hierbei nicht um eine Pflanze oder Gemüse. Die Seegurke ist ein Tier, wird jedoch wird nach einem Gemüse benannt, denn sie sieht nicht nur so
Liebe Grüße aus Bali, Christine Sbick
aus, sie verhält sich auch fast so. Eine Seegurke scheint sich zunächt gar nicht zu bewegen. Meist liegt sie bewegungslos auf dem Meeresboden.
Kommt jedoch ein Angreifer der Seegurke zu nahe, schleudert die schlauchartige Gestalt dem Angreifer weiße, klebrige Fäden aus ihrem Hinterteil entgegen, die an diesem kleben bleiben. Während der Angreifer bewegungsunfähig ist und mit den sogenannten Cuvierschen Schläuchen kämpft, kriecht die Seegurke gemächlich davon. Bleibt der Angreifer jedoch auch weiterhin interessiert, so wirft die Seegurke ihren gesamten Verdauungstrakt aus. Die Seegurke ist in der Lage die fehlenden Organe innerhalb weniger Wochen wieder nachzubilden, jedoch ist sie in dieser Zeit verteidungsunfähig und es kostet sie sehr viel Energie. Aber dank dieser Vorgehensweise sind die Tiere für die Regenerationsforschung ausgesprochen interessant. Nicht nur ihre Gedärme sondern ebenfalls Teile ihres zentralen Nervensystems kann die Seegurke regenerieren.
Für ihren Lebensraum ist die Seegurke jedoch unendbehrlich. Sie erfüllt eine wichtige Aufgabe, indem sie den Meeresboden mit ihren kleinen Tentakeln, die sich am Kopf befinden, reinigt. Mit den Tentakeln schaufelt die Seegurke Kalkreste, abgestorbenes Riffmaterial oder Tierfekalien in ihren Schlund und verarbeitet in ihrem Verdauungstrakt nahrhafte
Kleinstlebewesen und Algen und trennt diese von unverdaulichem Sediment. Feiner gereinigter weißer Sand tritt am anderen Ende der Seegurke wieder aus. In diesem feinen weißen Sand, den die Seegurke ausscheidet, befinden sich wichtige Stoffe wie Phosphor und Stickstoff, von dem sich dann wieder die Bodenbakterien ernähren können. Außerdem bindet die Seegurke den Kohlenstoffdioxid aus dem Wasser und arbeitet auf diese Weise der Versauerung der Meere entgegen. Und dies zeichnet sich immer mehr als Problem der Ozeane ab.
Systematisch gehört die Klasser der Seegurken (Holothurioidea) genauso wie Seesterne oder Seeigel zu dem Stamm der Stachelhäuter (Echinodermata) und dem Unterstamm der Neumünder (Deuterostomia). Dabei können Seewalzen Längen von bis zu zwei Metern erreichen. Obwohl die Tiere bilateralsymetrisch aufgebaut sind, hat sich bei ihnen eine fünfzahl im Aufbau durchgesetzt, was besonders deutlich bei Seestern auch äußerlich beobachtet werden kann.
Seegurke, Amed Scuba
Eine Seegurken ist ein wahres Ökosystem. Auf ihr leben bis zu 200 Symbionten und Parasiten wie zum Beispiel der Eingeweidefisch. Rückwärts schieben sich die aalähnlichen Fische ohne Bauch- und Rückenflossen in den After der Seegurken, wo sie einen geschützten Lebensraum erhalten und bei der Sedimentation der aufgenommenen Stoffe behilflich sind.
Im Indopazifik sind die Seegurken teilweise bereits überfischt. Der italienische Name der Seegurke ist cazzo die mare, was so viel wie Meerespenis bedeutet und bereits darauf hindeutet, dass einige Arten besonders gerne von Chinesen verspeißt werden. Sie schmecken wie Tofu, jedoch stehen die Seegurken als Delikatessen in chinesischen Restaurants für viel Geld auf der Speisekarte. Laut Traditioneller Chinesischer Medizin steigern Seegurken die Potenz, heilen Krebs und Demenz auch wenn dies medizinisch noch nicht belegt ist. So zahlt der Chinese bis zu 2700 Euro pro getrocknetem Kilogramm für ca. 70 kommerziell genutzte Arten von insgesamt an die 1000 verschiedenen Seegurkenarten.