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| Büffelkopfpapageienfischherde morgens in der US. Liberty |
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| Großaugenmakrelenschwarm in Jemeluk |
Das Leben im Korallenriff in Bali ist einem Tagesrhythmus unterworfen. Zu unterschiedlichen Tageszeiten sind unterschiedliche Tiere im Riff aktiv und unterwegs.
Das Leben im Korallenriff wird begrenzt durch die knappen Ressourcen, die den Riffbewohnern bei den Nährstoffen und in dem begrenzten Raum des Korallenriffes zur Verfügung stehen. Eine der Möglichkeiten diesen zur Verfügung stehenden Raum effizienter miteinander zu teilen, besteht in einem räumlichen oder zeitlichen Wechsel in der Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Dadurch ist das Leben im Korallenriff in Bali einem Wechsel im Tagesablauf unterworfen. Das heißt, im selben Riffabschnitt trifft der Besucher zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedliche Tiere an. In der Morgendämmerung ist an der U.S.A.T. Liberty in Tulamben, am Drop-off oder im Korallengarten des Riffes besonders viel los, da einige Fische vor dem schlafen gehen noch zur Nahrungsaufnahme schreiten und sich die gerade erwachten Tiere auf die Suche nach ihrem Frühstück machen. Die größte Wahrscheinlichkeit Riffhaie z.B. an der Wand in Tulamben, im Korallengarten von Gili Selang zu sehen, hat der Taucher auf Bali daher in der Morgendämmerung. Der Hai hat seine erfolgreiche nächtliche Jagd hinter sich gebracht und langsam wird der bis zu 2m große Weißspitzenriffhai müde und begibt sich zur Ruhe, wo man ihn zum Beispiel in Kubu unter einer Koralle antreffen kann. Man erkennt den für Menschen ungefährlichen Hai an seiner weißen Spitze an der Schwanz- und Rückenflosse.
Durch die Konkurrenz um die knappen Ressourcen im Riff, kommt es zu einer Aufteilung des Riffes in unterschiedliche Riffbereiche und gleichzeitig auch in unterschiedliche Aktivitätszeiten. Die Vielfalt an Leben im Korallenriff, wird durch den Tagesrhythmus der Riffbewohner bestimmt. Und zaubert unter Wasser eine unglaubliche Vielfalt. Jedes Tauchgebiet zeigt damit auch zu unterschiedlichen Zeiten andere Tiere und es lohnt sich das selbe Gebiet zu unterschiedlichen Tageszeiten aufzuschen.
Auf den Bildern sieht man wie am Morgen Papageienfische
und Drückerfische im farbenfrohen Riff von Jemeluk oder am
Japanischen Wrack erwachen und ihren nächtlichen Unterschlupf verlassen,
um nach Nahrung zu suchen. Zurück bleibt der aus Schleim gewobene
durchsichtige „Schlafsack“ des Papageienfisches, der ihn über Nacht vor
Jägern geschützt hat, die ihn ansonsten am Geruch erkennen können und
sich den schmackhaften Happen dann nicht entgehen lassen. Bei Einbruch
der Dämmerung spuckt der Papageienfisch diese durchsichtige
Schleimschicht aus, die ihn bei Einbruch der Nacht vor seinen Angreifern
schützt. So dass er von diesen unerkannt bleibt. Amed Scuba weist
daher vor jedem Nachttauchgang unsere Gäste ein, möglichst nicht in die
Augen der Papageienfische zu leuchten, da diese dann aus dem Schlaf
erwachen, aus ihrem „Schlafsack“ fliehen und dadurch von möglichen
Jägern gefunden und gefressen werden können. Erwachen die
Papageienfische, so nagen sie an den Korallen des Riffes. Taucht man in
Bali z.B. im Korallengarten von Kubu, so kann man diese nagenden
Geräusche deutlich erkennen. Es gibt ca. 80 verschiedene
Papageienfischarten, die meisten davon sind sehr bunt und haben eine
Schnabelleiste als Zähne. Diese besteht aus zusammengewachsenen Zähnen.
Mit diesem Schnabel zerbeißen die Papageienfische die Steinkorallen
und scheiden deren Reste als weißen Sand aus, der z.B. den tropischen
weißen Strand von Padang Bai im Nordosten Balis aufbaut. Der in Amed
und Umgebung häufig anzutreffende Büffelkopfpapageienfisch lebt in
großen Gruppen zusammen und gehört zu den Riesen des Riffes.
Drückerfische treten in verschiedenen Arten auf,
die bis zu 75 cm lang werden können. Dabei greift der Drückerfisch
sogar Taucher an, wenn er sein Eiergelege verteidigt. Der Drückerfisch
verfolgt den Taucher, der in sein trichterförmiges Revier eingedrungen
ist, falls dieser zur Oberfläche hin fliehen will. Es empfiehlt sich
daher senkrecht aus dem Gebiet des Drückers heraus zu schwimmen.
An
der Basis der Nahrungspyramide des Riffes findet man das Plankton,
hierbei wird zwischen Zooplankton und Phytoplankton unterschieden. Das
Zooplankton besteht aus Tieren, von denen viele nachts aufsteigen, um
sich vom dort schwimmenden und tagsüber Photosynthese betreibenden
pflanzlichen Phytoplankton zu ernähren. Auf den Nachttauchgängen von
Amed Scuba z.B. in Jemeluk empfehlen wir unseren Tauchern für einen
Augenblick ihre Lampen abzudecken und schnelle Handbewegungen unter
Wasser auszuführen. Plötzlich erscheinen kleine Lichtblitze im Wasser
wie von Glühwürmchen. Hierbei handelt es sich vor allem um die
einzellige Alge Noctiluca, die unter dem Mikroskop wie ein kleiner
Ballon aussieht.
Zum
Beispiel Röhrenaale, die in Bunutan und in Tulamben anzutreffen sind,
ernähren sich von dem im Wasser umher schwimmenden Plankton. Etwa einen
Drittel ihres Körpers stecken sie aus einer Sandhöhle heraus, in die
sie sich bei Bedrohung sofort wieder zurückziehen.
Auch die
Korallenpolypen könnten ohne dieses winzige Phytoplankton, das ihnen als
Nahrung dient, nicht überleben. Die Korallen hingegen werden wieder
von Papageien und Drückerfischen abgenagt, was unter Wasser schabende
Geräusche hinterlässt.
Jeweils nur 10 Prozent der Energie wird von
einer Nahrungsstufe der Nahrungspyramide zur nächsten weiter gegeben.
Das Plankton ist daher nur winzig klein und vermehrt sich sehr schnell.
Unter dem Mikroskop kann man in einem Tropfen Meerwasser oftmals 100
000 Phytoplankton Organismen zählen.
AMED SCUBA schätzt es sehr,
unsere Gäste möglichst früh zu den Tauchplätzen in Bali zu führen, um -
wenn unsere Gäste es wünschen- mit den Fischen unter Wasser zu
erwachen und die Artenvielfalt bei Sonnenaufgang genießen zu können.
Besonders schön sind diese morgendlichen Tauchgänge bei dem
Schiffswrack der US.Liberty.
Bei dem Wrack handelt es sich um ein 120m langes und 30m breites
Transportschiff, welches wundervoll bewachsen, vielen Riffbewohnern ein
gutes Versteck und Zuhause bietet.

Das
Transportschiff in Tulamben ist voll mit Korallen bewachsen, die
winzig kleine Algen beherbergen. Diese Algen, die auch Zooxanthellen
genannt werden, benötigen Sonnenlicht, um damit Fotosynthese zu
betreiben. Mit Hilfe des Sonnenlichtes, Wasser und CO2 stellen die
Algen bei der Fotosynthese Zucker und Sauerstoff her. In den
Morgenstunden beginnt die Alge in den Korallen diesen Prozess, da die
aufgehende Sonne endlich das hierfür benötigte Licht liefert. Dadurch
stellen sowohl die in den Korallen lebenden Algen als auch das im
Wasser schwebende Phytoplankton einen großen Teil des Sauerstoffes her,
den wir atmen und binden gleichzeitig das freie Kohlenstoffdioxid. Da
Kohlenstoffdioxid eines der Treibhausgase ist, tragen die
Meeresbewohner zur Verringerung des Treibhauseffektes bei! Nachts
ernähren sich die Korallenpolypen von dem winzig kleinen Plankton, das
sie aus dem Wasser filtern.
Es gibt sowohl Steinkorallen als auch
Weichkorallen. Die Steinkorallen erbauen das Riff mit ihrem
Kalkskelett und ihre Polypen nehmen ihre Nahrung zumeist nachts auf
oder in der Strömung. Die Tentakeln der Polypen, die mit Nesselzellen
versehen sind, filtern damit das Plankton aus dem Meer. Tagsüber ziehen
sich die Korallenpolypen häufig in ihr Kalkskelett zurück, wo sie vor
Feinden geschützt sind.
Weichkorallen hingegen fressen meist am
Tage und bieten oft auch Meeresbewohnern wie dem Clownfisch Schutz.
Diese Clownfischfamilie hält sich im Schutz der Tentakel einer
Seeanemone auf, die zu den Weichkorallen gehört. Die Tentakeln
enthalten Nesselzellen mit einem Nesselgift. Folgt ein unvorsichtiger
Fisch dem Clownfisch in seine Koralle, weil er diesen verspeisen
möchte, so wird der folgende Fisch von dem Gift der Koralle getötet.
Auch
die Koralle ist ein Tier, das sich unter anderem vom Fleisch der
Fische ernährt. Dabei fallen auch Futterreste an den Clownfisch ab. Der
Clownfisch entfernt neben den Essensresten aber auch Parasiten aus der
Anemone und reinigt und schützt sie auf diese Weise. Bereits als Eier
kommt der Clownfischnachwuchs mit dem Korallengift in Berührung und
wird dadurch sozusagen immun. Sie entwickeln als Fische eine
Schleimschicht, die sie vor dem Anemonengift schützt. Zwischen dem
Clownfisch und seiner Anemone hat sich dadurch eine Symbiose
entwickelt, ein Zusammenlaben, das zum gegenseitigen Nutzen beider
Tiere unterschiedlicher Art geführt hat. Die Farbe kommt jedoch meist
von den in den Korallen lebenden Algen. Bei dem Phänomen der
Korallenbleiche haben die winzigen kleinen Algen ihre Koralle
verlassen, was man von außen zunächst am erbleichen der Korallen sieht.
Kehrt die Koralle nicht innerhalb eines halben Jahres in ihre Koralle
zurück, so ist diese zum Tode verurteilt!
Muränen, die wir an vielen Tauchplätzen Balis antreffen,
sind
geformt wie Schlangen, gehören jedoch zu den Fischen und nicht zu den
Reptilien, da sie einen Flossensaum besitzen. Hier in Bunutan kann Euch
AMED SCUBA zum Beispiel beim Tauchen eine Netzmuräne zeigen, die bis
zu 2m lang ist. Den Tag verbringt diese Muräne in einem großen Schwamm
oder andere Muränen, die man hier in Amed an verschiedenen Tauchplätzen
antreffen kann, sieht man in Felsspalten oder in Korallenblöcken. Wenn
sich der Muräne tagsüber die
Gelegenheit
bietet schnappt sie nach kleinen vorbeischwimmenden Fischen, doch im
Freiwasser trifft man sie meist nur nachts an. In den Morgenstunden
trifft man die zurück kehrende Muräne also in ihrem Zuhause an, wo man
beobachten kann, wie sie ständig ihr Maul öffnet und schließt. Dadurch
leitet die Muräne sauerstoffreiches Wasser über ihre Kiemen, um zu
atmen.
Im Laufe des Morgens tauchen in den Riffen von Amed,
Tulamben und Kubu immer mehr Fische auf, die Wege gefunden haben, sich
vor ihren Fressfeinden zu schützen. Sie sind getarnt oder haben
auffällige Farben, die ihren Feinden anzeigen, dass sie giftig oder
ungenießbar sind.
Feuerfische sieht man sowohl nachts- als auch tagsüber!
Ihre
Flossenstrahlen enthalten ein Gift, das für andere Fische lähmend oder
tödlich sein kann. Beim Menschen erzeugt eine Berührung mit den
Flossenstrahlen sehr starke Schmerzen. Aber eine allergische Reaktion
kann auch beim Menschen zum Tode führen.
Kofferfische
besitzen sie umgebende Knochenplatten, die wie eine Rüstung das Tier
vor Angreifern schützen, aber zusätzlich ist die Haut durch einen
giftigen Schleim geschützt.
Auch ein Igelfisch stellt keine so
attraktive Mahlzeit dar, da er sich durch seine Stacheln schützt, die er
im Notfall aufstellen kann.

Ist
die Sonne aufgegangen, so sind viele Fische leichte Beute im
Sonnenlicht. Daher schließen sich in Tulamben zum Beispiel Makrelen zu
kreisenden Schwärmen zusammen.
Ebenfalls durch Gift sind die
wunderbar gefärbten Nacktschnecken geschützt. Die meisten Schnecken sind
tagaktiv und fressen kleine Tiere, Schwämme oder Weichkorallen auf die
sie sich zumeist spezialisiert haben. Sie atmen über die gut
sichtbaren Außenkiemen, die wie kleine Kronen auf ihrem Rücken sitzen.
Nacktschnecken leben meist alleine, aber zur Paarung treffen sie
aufeinander und legen nach der inneren Befruchtung ihre Eier ab. Die
Eier werden von einer gallertartigen Masse zusammengehalten. Diese Bunte

Gallertschicht schützt sie vor Bakterien und Räubern. Die herrlichen Farben signalisieren den Räubern, wir sind giftig!
Einen weiteren Wechsel in der Tagesrhythmik findet man in der Abenddämmerung vor.
Nachttauchgänge zeigen uns das Riff in Jemeluk und Amed in einem ganz anderen Licht!
Muränen
verlassen ihre Spalten und schwimmen im Freiwasser umher. Die
Dämmerungszeit ist die beste Jagdzeit, da sich die Umrisse der Fische
nun vor der versinkenden Sonne abheben. Geblendet von dem tief stehenden
Licht, können manche Fische, die sich nicht rechtzeitig zurückgezogen
haben, zur leichten Beute werden.
Schildkrötensehen sich nach
ihren Schlafplätzen um, wenn sie nicht erschreckt werden und dadurch
erwachen, können sie unbewegt, einige Stunden unter Wasser verbleiben.

Riffhaie erwachen jetzt wieder, um zu jagen. An Tauchern sind sie jedoch nicht interessiert.
Viele der nachtaktiven Fische sind rot, da sie, wenn nachts kein Licht

auf
sie fällt, zumeist schwarz wirken. Erst wenn man die Taschenlampe
direkt auf sie richtet, sieht man ihre Farbe. Sie besitzen ebenfalls
große Augen, um in der Dunkelheit besser sehen zu können.
Tauchen
auf Bali mit Amed Scuba und besonders im Nordosten der Insel an den
wunderbaren Korallenbänken von Amed, Tulamben, Kubu und Bunutan bieten
somit zu jeder Tageszeit viele interessante und abwechslungsreiche
Tauchgänge. Als Biologin würde ich ihnen gerne diese wunderbare Welt
unter Wasser näher bringen!

Auf Amed Scubas
Tauchtouren um ganz Bali und auf den
Tauchsafaris
in der Gegend um Amed, Tulamben, Kubu, Candi Dasa und Padang Bai sieht
man die gesamte Schoenheit und Vielfalt der Korallenriffe auf Bali.

Zum
Leben im Korallenriff gehört, wie oben bereits erwähnt, das sehr
wichtige Phyto- und Zooplankton, das an der Spitze der Nahrungskette
steht und damit die Grundlage für alles Leben im Korallenriff stellen.
Der Diplom Biologe Afam Merkwunye erforscht dieses im Aquadom der BGG
Berliner Gesellschaft für Großaquarien mbH.
Das Leben im Korallenriff wird begrenzt durch die knappen Ressourcen, die den Riffbewohnern bei den Nährstoffen und in dem begrenzten Raum des Korallenriffes zur Verfügung stehen. Eine der Möglichkeiten diesen zur Verfügung stehenden Raum effizienter miteinander zu teilen, besteht in einem räumlichen oder zeitlichen Wechsel in der Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Dadurch ist das Leben im Korallenriff in Bali einem Wechsel im Tagesablauf unterworfen. Das heißt, im selben Riffabschnitt trifft der Besucher zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedliche Tiere an. In der Morgendämmerung ist an der U.S.A.T. Liberty in Tulamben, am Drop-off oder im Korallengarten des Riffes besonders viel los, da einige Fische vor dem schlafen gehen noch zur Nahrungsaufnahme schreiten und sich die gerade erwachten Tiere auf die Suche nach ihrem Frühstück machen. Die größte Wahrscheinlichkeit Riffhaie z.B. an der Wand in Tulamben, im Korallengarten von Gili Selang zu sehen, hat der Taucher auf Bali daher in der Morgendämmerung. Der Hai hat seine erfolgreiche nächtliche Jagd hinter sich gebracht und langsam wird der bis zu 2m große Weißspitzenriffhai müde und begibt sich zur Ruhe, wo man ihn zum Beispiel in Kubu unter einer Koralle antreffen kann. Man erkennt den für Menschen ungefährlichen Hai an seiner weißen Spitze an der Schwanz- und Rückenflosse.