Donnerstag, 23. Mai 2013

Symbiose und Antibiose im Korallenriff

„In all works on Natural History, we constantly find details of the marvoelous adaption of animals to there food, their habits, and the localities in which they are found“ Alfred R. Wallace, Naturalist 1823 – 1913

Wallace, ein Zeitgenosse von Charles Darwin, nach dem die durch Indonesien verlaufende Trennlinie zwischen der Eurasischen und der Australischen Kontinentalplatte bezeichnet ist, forschte in Indonesien und stellte unabhängig von Darwin fest, dass eine Anpassung der Lebewesen an Ihren Lebensraum zu verzeichnen ist. Die sogennnante Walace Linie verläuft zwischen Bali und Lombok und lässt zwei zoologisch verschiedene Zonen und Lebensgemeinsachften aufeinander treffen, die hier in Indonesien eines der artenreichsten Korarallenriffe dieser Welt entstehen lassen.
Da das Korallenriff die artenreichste Lebensgemeinschaft der Biosphäre bildet, fordert der gleichzeitige Mangel an Nährstoffen und Raum komplexe aufeinander abgestimmte Bevölkerungsmuster innerhalb des resourcenarmen Korallenriffraumes. Die hohe Artendichte hat daher stufenweise zu einer durch Konkurrenz um die knappen Ressourcen voneinander abgegrenzte zwischenartliche Beziehung zwischen den Riffbewohnern geführt. Die Tiere die am Besten an ihren Lebensraum angepasst sind überleben und gelangen zur Fortpflanzung.
Die Tiere haben dabei Mechanismen der Anpassung, der Kommunikation und gegenseitigen Anpassung entwickelt. Eine der häufigsten Form des Zusammenlebens stellt die Symbiose (sym[gr.] zusammen und bios [gr.] leben) dar. Eine Symbiose ist ein gemeinsames Leben verschiedener Arten zum gegenseitigen Nutzen. Aber auch bei einer gut eingespielten Symbiose handelt es sich um ein stetiges Konkurrenzverhältnis zwischen den beteiligten Arten.

Es lassen sich drei Symbiosetypen einordnen:
  1. Kommensalismus
    Schiffshalter auf Blaupunktrochen
Hier ist der Nutzen nicht gegenseitig, sondern eine Art profitiert von der gemeinsamen Beziehung, die andere erleidet keinen Schaden, z.B. bei dem Schiffshalter (Echeneis naucrates). Er heftet sich mit seiner Rückenflosse, die morphologisch zu einer Saugscheibe auf Vakuumbasis umgeformt ist, an einen größeren Fisch. Hier entsteht eine Nahrungs- und Schutzgemeinschaft von der der Schiffshalter profitiert. Das Ausmaß des Nutzens, den die Partner aus der symbiotischen Assoziation ziehen, ist häufig – zumal unter Wasser – wegen der komplexen Wechselwirkung schwer zu erkennen. So wurde im Laufe der Forschung festgestellt, dass auch der Wirt von dieser Symbiose profitiert, da er von Parasiten befreit wird. Daher spricht man in diesem Fall eher von einer fakultativen Symbiose.
Abgesehen davon, dass die Kategorisierung komplexer Phänomene schwierig ist, hängt eine Einordnung nicht zuletzt vom jeweiligen Forschungsstand ab.

  1. Fakultative Symbiose
    Clownfisch mit Anemone
Bei der fakultativen Symbiose ziehen beide Partner Nutzen aus der Beziehung. Sie sind jedoch nicht aufeinander angewiesen z.B. der Putzerfisch (Labroides dimiatus)
In einer speziellen Putzerstation reinigt der Putzerfisch andere Arten von Fischen von Parasiten. Auch wenn der Ort stabil bleibt, wechseln doch die Fische, die kommen, um sich putzen zu lassen. Eingeleitet wird der Vorgang durch spezielle Schlüsselreize der beiden Tiere, wobei der Putzerfisch zur Einleitung einen ganz bestimmten Tanz aufführt, der dem anderen Fisch signalisiert, dass er zum Reinigen bereit ist.
Dieses Verhalten des Putzerfisches macht sich auch der Parasit Aspidontus taeniatus zu nutze. Dieser falsche Puterfisch sieht dem echten zum verwechseln ähnlich und imitiert sein Vorbild perfekt. Auf diese Weise kann er sich seinem Wirten nähern, ohne dass dieser Verdacht schöpft. Der Parasit tanzt, bis der Wirt sich entspannt aufstellt und bereit zum Reinigen ist, dann nähert sich der Parasit, um ein Stück Fleisch aus ihm heraus zu beißen ( Batesische Mimikry).

  1. Obligate Symbiose
Eine obligate Symbiose findet sich im Zusammenleben zwischen Zooxanthellen und ihrem Korallenpolypen. Hier ist keiner der beiden Symbiosepartner mehr in der Lage ohne den anderen auf Dauer zu überleben. Dies wird in dem Blogteil „Ein Dream-Team in Gefahr“ genauer beschrieben.
Auster mit Bewuchs

Nicht nur die hohe Artendichte eines Riffes hat stufenweise zu zwischenartlichen Beziehungen geführt sondern auch die unterschiedlichen Formen der Symbiosen haben zu dieser hohen Artendichte beigetragen. Dies führt zu schellen biologischen Nährstoffkreisläufen. Eine dieser engen Beziehungen umspannt die so genannte Mördermuschel (Tridacna sp.). Die Muschel lebt in fakultativer Symbiose mit autotrophen Zooxanthellen, die ihnen Farbe geben und sie mit Zucker aus der Photosynthese versorgen. Gleichzeitig lebt die Muschel aber auch kommensalistisch indem sie von einem roten Krustenschwamm (Mycale fistulifera) überzogen wird, auf dem wiederum in obligater Symbiose Polypen der Schirmqualle (Nausthoe sp.) wachsen. In dieser komplexen Beziehung sind auf engstem Raum vier Tierstämme sensibel miteinander vergesellschaftet.
http://www.amedscubabali.com
E-Mail: halloscuba@yahoo.com

    4. Antibiose
Unter einer Antibiose versteht man das Zusammenleben von unterschiedlichen Arten, bei der der eine der Partner die Lebensäusserungen des anderen Partners einengt, sein Wachstum hemmt oder sogar seinen Tod verursacht.

Bei dem Kampf um die kanppen Resourcen im Korallenriff ist dies eine Möglichkeit potentielle Konkurrenten um den zur Verfügung stehenden Raum auszuschalten. Man kann diese Antibiosen auch in der zwischenartlichen Konkurrenz zwischen unterschiedlichen Korallen beobachten.
Die Antibiosen werden durch Substanzen verursacht, die demgemäß als Antibiotika bezeichnet werden. Marine Organismen produzieren eine Reihe antibiotisch oder giftig wirkender Substanzen. Diese werden während der Wachstumsphase ins Meer entlassen und hemmen potentielle Konkurrenten um die knappen Resourcen in ihrer Ausbreitung. Antibiosen lassen sich bei praktisch allen Organismen nachweisen, die ihre Oberfläche nicht mechanisch von Besiedlern freihalten können, wie bei Bakterien, Algen, Plankton, Schwämmen, Seescheiden, Seewalzen, Weich- und Hartkorallen und Gorgonien.
Schwämme zum Beispiel sondern Stoffe aus, die gegen Bakterien und Pilze wirken und auch Stoffe werden abgesondert, die die Zellteilung von Seeigel-Eiern hemmen.

Manta in Bali

Mantakiss, Riffmanta (Manta alfredi)
Es gibt sie diese perfekten Augenblicke im Leben, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. In denen einfach alles vollkommen und stimmig ist und die Zeit und das Leben eins. Wo man loslassen kann und sich mit dem Fluss des Lebens vereint. Wenn eine innere Einheit entsteht, weil Fühlen, Denken und Tun eins mit einem selbst und mit der Umgebung sind. Diesen Augenblick empfand ich, als ich zu verschmelzen schien mit meiner Umgebung und diesen grazielen einfach perfekten Tieren.
Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und ich sitze bereits im Transport, der mich zu dem Schnellboot bringen soll, mit dem wir heute nach Nusa Penida fahren, um an der Südspitze Balis mit Manta Rochen zu tauchen. Entlang von hoch aufragenden weißen Felsen fahren wir zum Manta Point an der Südküste von Nusa Penida, um in nur maximal 15 Metern Tiefe mit Mantas zu tauchen! Als wir am Tauchplatz ankommen, können wir die Giganten bereits leicht und elgant an der Wasseroberfläche durch das klare Wasser gleiten sehen. Es hält uns kaum an Bord. Ungeduldig würden wir am liebsten sofort ins Wasser springen, aber unser Diveguide weißt uns in seinem Briefing noch einmal darauf hin, dass die sensitiven Tiere nicht berührt werden dürfen auch wenn sie sehr dicht an einem vorbei schwimmen. Und dann ist es endlich so weit. Bereits beim Abtauchen sehen wir die ersten Mantas neugierig um uns her kreisen. Riesig erscheinen sie direkt vor mir als ich abtauche, während ihre Augen mir folgen als sie an mir vorüber gleiten. Sie wirken trotz ihrer Größe von bis zu neun Metern (inklusive des Schwanzes, der ohne Giftstachel ist) zartgliedrig. Wer beobachtet hier eigentlich wen? Mit ihren sieben Metern Spannbreite schwimmen die Riesen in ihrem schwarzen Frack elegant um uns
herum. Ich fühle mich unendlich glücklich und drehe mich im Wasser. Werde ich hier etwa imitiert, frage ich mich, als der Manta mir in der Bewegung folgt. Und es beginnt ein kleiner Tanz mit den am Bauch recht unterschiedlich gefärbten Tieren, die scheinbar ebensoviel Spaß an den Tauchern haben wie wir an ihnen. Immer wieder nähern sie sich und drehen umeinander und um uns herum und filtrieren dabei noch Plankton aus dem Wasser. Sie schlagen mit ihren Flossen wie mit Flügeln. Dies erlaubt ihnen ihre akrobatischen Bewegungen unter Wasser. Immer wieder beobachte ich, wie die Tiere unvermittelt einen Purzelbaum machen oder ein Rad schlagen. Auch Sprünge aus dem Wasser gehören zu den Bewegungsspielen der Mantas. Bis zu 1,5 Meter Höhe katapultieren sich die Fische aus dem Meer, um anschließend mit lautem Knall wieder auf die Wasseroberfläche zu klatschen. Ein Mante schwimmt so eng zwischen der Wasseroberfläche und mir hindurch, das er mir mit seiner Flosse den Kopf streicht. Die Tiere scheuen von sich aus jedoch jede Berührung. Sensitiv spüren sie jeden Widerstand im Wasser und weichen ihm normalerweise aus.
Der Teufelsrochen ist weltweit in allen tropischen und subtropischen Gewässern zu Hause und lebt meist nur in geringer Wassertiefe, da die Tiere Plankton filtrieren. Mit einem Gewicht von bis zu drei Tonnen frisst ein Manta täglich bis zu 14 Prozent seines eigenen Körpergewichtes an Plankton, das tagsüber für die Photosynthese an der Oberfläche treibt. Der breite Kopf der Mantas trägt zu beiden Seiten bewegliche, leicht herunterhängende und vorn abgerundete Kopfflossen, die dazu dienen, das Wasser mit dem Plankton in das große Maul zu leiten. Als die Tiere an mir vorübergleiten, haben sie ihre Mäuler weit geöffnet. Die breiten Kiemenspalten werde sogar sichtbar, die auf der Kopfunterseite relativ dicht in gerader Reihe angeordnet hintereinander stehen und das Plankton aus dem Wasser herausfiltern.
Um den Riesenmanta ranken sich vielerlei Sagen und Legenden. Die Bezeichnung Teufelsrochen erwarb er sich wahrscheinlich durch den Bau seines Körpers. Die beiden lappenartigen Kopfflossen, sein schwarzer Galanzug, der peitschenartige Schwanz sowie seine flügelähnlichen Brustflossen, die ihn mit eleganter
Bewegung geisterhaft durch das Wasser gleiten lassen, müssen in früheren Jahrhunderten die Phantasie der Menschen angeregt haben. Die Teufelsrochen unternehmen in Gruppen von fünf bis sieben Tieren lange Wanderungen durch die tropischen Ozeane. Viele Schauergeschichten über den menschenmordenden Teufelsrochen ranken sich daher unter den Seeleuten des 18. und 19. Jahrhunderts. Haarsträubende Geschichten berichten von Riesenmantas, welche die Ankerkette von Booten erfassen, diese auf die offene See ziehen und dort mitsamt der Manschaft versenken. All diese Geschichten entbehren jeglicher Grundlage, denn Teufelsrochen sind für Menschen volkommen ungefährlich.
Und tauchen mit Mantas hinterlässt ähnliche Glücksgefühle, wie das Tauchen mit Delphinen, wenn man diese Eineit mit diesen Giganten spürt und sie leicht um mich herum drehen. Auch ich lasse los und fliege noch immer mit meinen wunderschönen Mantas durch meine Träume.


Der Riesenmanta (Manta birostris) mit seiner Spannweite bis zu sieben Metern und einem
Riesenmanta (Manta birostris)
Gewicht von bis zu zwei Tonnen ist nicht am am Mantapoint anzutreffen. Diese Art scheint andere Lebensbedingungen als sein Verwandter der etwas kleinere Riffmanta (Manta alfredi) zu bevorzugen. Riesenmantas sind eher in ozeanischen Gebieten anzutreffen. Sie verbringen eher Zeit im offenen Meer und an besonders nährstoffreichen Steilküsten. Wir fahren mit dem Fastboot von Padang Bai aus los, um den kleineren Verwandten den Riffmanta zu beobachten, der wärmere Gewässer und stabilere Bedingugne in Küstennähe bevorzugt. Wir wollen also den Riffmanta (Manta alfredi) eine Rochenart aus der Unterfamilie der Teufelsrochen an seiner Reinigungsstation im Süden von Nusa Penida auf Bali zu besuchen. Der Name Manta ist spanisch und bedeutet soviel wie Decke. Mit einer Decke haben die elegant dahingleitenden Riesenmantas jedoch wenig gemein. Selbst beim Schnorcheln auf Nusa Penida kann man die Mantas elegant im Wasser dahingleiten sehen, denn man trifft sie hier in Bali in einer Tiefe von 3 bis 10 Metern im flachen Wasser an. Im Gegensatz zu vielen anderen Rochenarten besitzen sie keinen Giftstachel.
Schnorcheln mit Riffmanta (Manta alfredi)
Mantas ernähren sich ausschließlich von im Wasser daherschwimmendem Plankton, das sie beim Schwimmen an der Wasseroberläche einfangen. Daher halten sich die eleganten Tiere meistens nahe der Wasseroberfläche auf, wo sie ihre Nahrung aus dem Wasser filtrieren. Zu beiden Seiten des Kopfes besitzen Mantas je eine Kopfflosse. Mit diesen Flossen führen sie ihrem Mund zusätzliches planktonreiches Wasser zu.
Die Mantas gleiten elegant fast wie Vögel im Wasser dahin, da sie ihre Flossen ähnlich wie Vogelflügel benutzen. Dabei erreichen die Mantas eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 9–12 km/h.
Riesenmantas sind kosmopoliten und weltweit in allen tropischen Ozeanen küstennah in geringer Wassertiefe anzutreffen. Auch hier in Nusa Penida sind die wunderschönen und elegant dahin schwimmenden Tiere in ihrer Putzerstation im flachen Wasser am Mantapoint anzutreffen.
Leider werden sie noch immer gejagd und daher auf der roten Liste der IUCN aufgelistet. Sie gelten zwar noch nicht als vom Aussterben bedroht, aber ihr Bestand ist wegen der geringen Vermehrungsrate als sehr empfindlich einzustufen.
Die ungewöhnlichen und wunderschönen Tiere sind ungefährlich und dulden sogar Taucher an ihrer Seite. Auf gar keinen Fall sollte man Mantas anfassen und die empfindlichen Tiere berühren! Wir behalten uns vor in solch einem Fall den Tauchgang sofort abzubrechen!!!!
Der männliche Manta wird erst im Alter von fünf Jahren geschlechtsreif. Bei der Paarung führt das Männschen seinen sogenannten Klaspern in die Kloake des Weibchens ein. Es dauert bis zu 13 Monaten bis ein ca. 1,9 Meter breites und bis zu 10 kg schweres Junges Mantababy zur Welt kommt. Im letzten Jahr konnten wir am Bauch einiger Weibchen ein Dreieck der Schwangerschaft entdecken. Da die Mantas jedoch erst spät geschlechtsreif werden, langsam wachsen und eine geringe Nachwuchszahl haben und auch hier auf Bali nicht geschützt - also gejagd werden dürfen - ist ihr Bestand auch weiterhin bedroht!
Menschen jagen die Mantas noch immer durch Harpunieren und ihr Fleisch gilt einigen als lokale Spezalität, da ihre Leber sehr ölreich ist. Auch fallen die Tiere Treib- und Stellnetzen zum Opfer. Damit ist der Mensch der größte Feind der Mantas.
Quelle: Wikipedia, Manta

Definition Ökologie

Amed Scuba Bali
Die Ökologie befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen den Organismen und ihrer Umwelt sowie den Beziehungen der Organismen untereinander. So unterscheidet man Einflüsse der
Amed Scuba, Schwämme im Korallenriff
unbelebten (abiotische Faktoren) und der belebten Umwelt (biotische Faktoren), die auf ein Individuum einwirken.
Verschiedene Organismen bzw. Populationen (Gesamtheit  aller Individuen derselben Art, die zur selben Zeit im selben Raum leben), besiedeln einen bestimmten Lebensraum, den man als Habitat bezeichnet. Eine Spezies oder Art ist eine Gruppe von Organismen, die sich untereinander kreuzen und dabei fruchtbare Nachkommen zeugen können. Eine Lebensgemeinschaft ist eine Gruppe von Populationen, die in einem Raum leben und in einer Wechselbeziehung miteinander stehen. Solche Lebensgemeinschaften und die dazugehörigen Biotope bilden ein Ökosystem, eine mehr oder minder abgegrenzte ökologische Funktionseinheit, die von einer Gemeinschaft und ihrer abiotischen Umwelt beeinflusst wird. Der Wald z.B. stellt ein solches Ökosystem dar. Die Gesamtheit aller Ökosysteme, die den Lebensraum der Biomasse aller Organismen auf der Erde stellen, wird als Biossphäre bezeichnet. Die Biossphäre ist Teil der Hydrosphäre, Pedosphäre und Atmosphäre, die von lebenden Organismen bewohnt wird.
Amed Scuba, Korallenriff in Amed, Bali

Der Mensch ist Bestandteil und gleichzeitig Störfaktor vieler Ökosysteme. Seit dem Ende der 60er- Jahre, als die Auswirkungen der Umweltverschmutzung und die Begrenzung der natürlichen Rohstoffvorkommen immer deutlicher wurden, ist die Ökologie mehr als eine aus der Biologie hervorgegangene Wissenschaft. Sie steht für eine neue Weltanschauung, die erkannt hat, dass die Natur nur in begrenztem Maße Veränderungen toleriert, ohne irreversible Schäden zu erleiden. Der Mensch muß für den Erhalt der Erde und den Schutz der Natur eintreten. Neben dem Regenwald stellt das Korallenriff ein wichtiges Ökosystem dar. Das Korallenriff befindet sich im Meer, einem der wichtigsten CO2
Amed Scuba, Korallenriff in Amed, Bali
Speicher dieser Erde. Im Meer gibt es zwei unterschiedliche Umgebungen, das Benthal und das Pelagial, die von den in ihnen lebenden Tieren ganz unterschiedliche Anpassungen erfordern. Das offene Meer ist eine riesige blaugefärbte Umgebung ohne Verstecke und auf der anderen Seite finden wir das Korallenriff, ein begrenztes Gebiet mit vielen unterschiedlichsten Strukturen, Farben, Mustern und Schattierungen.
Kalte und warme Meeresströmungen bestimmen die Verteilung des Lebens im Meer. Empfindliche Meeresbewohner, wie die riffbildenden Steinkrorallen, bevorzugen konstante Temperaturen, die sie um die 20 Grad Isotherme des Meeres finden und die ihnen Temperaturen um die 25 bis 27 Grad bieten. Eines der wichtigsten Ökosysteme dieser Erde stellt das Korallenriff dar. Es findet sich um den Äquator, wo die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen nur um die zwei Grad Celsius betragen. Einige der schönsten Korallenriffe finden sich auf Bali im sogenannten Korallendreieck.


Das Wasser


Ozeane bedecken über 71% der Erdoberfläche und ca. 1.3 Milliarden km3 davon ist salzhaltiges
Amed Scuba, Riffformation am Japanischen Schiffswrack, Bali
Meerwasser. In diesem sind ca 25 Gramm Salz pro Kilogramm meerwasser gelöst. Auch der Mensch besteht aus über 80% aus Wasser, das der Wasserionenkonzentration des Ozeans aus dem wir kommen, angepasst ist.
Abiotische Faktoren des Wassers beeinflussen unser Leben emens. Als einziges Element tritt Wasser in drei natürlichen Agregatzuständen auf - fest, flüssig und gasförmig. Wasser besitzt eine der höchsten Wärmekapazitäten und Lösefähigkeit durch den Bipolcharakter des Wassers.
Ebenfalls ist die Oberflächenspannung des Wassers sehr hoch. Dadurch wirkt die Grenze von Wasser zu Luft wie eine Art Haut und lässt sie zu einem kugelförmigen Tropfen zusammenlaufen und diese Spanung bewirkt, dass auf der Oberfläche zum Beispiel Wasserläufer entlanglaufen können, obwohl sie schwerer als Wasser sind. Die Dichte und Vikosität des Wassers hat zu besonderen körperlichen Anpassungen geführt, wie die Haut oder die Form eines Haies
Die Bewegungsfreiheit und der Standort einer Art bzw. eines Lebewesens wird oft durch den Salzgehalt bestimmter Standorte bestimmt. Wobei einige Arten sehr tolerant auf die Salinität reagieren und grössere Milieuschwankungen vertragen. Zu den Salztoleranten Lebewesen gehören zum Beispiel Krabben, Austern und einige Garnelenarten. Ein Seestern benötigt einen minimalen Salzgehalt von 1.5%. Korallen vertragen jedoch nur geringe Schwankungen im Salzgehalt.
Ebenfalls eine wichtige Eigenschaft des Wassers ist seine Wärmekapazität. Wenn sich die Umgebungstemperatur ändert, verändert sich die Wassertemperatur relativ gering. Durch diese spezifische Wärmekapazität wirken die Meere stabilisierend auf das Klima.

Samstag, 4. Mai 2013

Bewertungen von Amed Scuba durch Kunden im Tauchernet


“Einfach nur wundervoll!!!”
Tauchtour in Bali
5 von 5 Sternen Bewertet am 16. November 2013
Amed Scuba Tauchreise auf dem Weg nach Menjangan
Christine berichtet interessantes auf den Tauchtouren
Ich war während rund 3 Wochen (August bis Anfang September) bei Christine und ihrem Team in Amed. Gesamthaft war ich 9 Wochen lang in Indonesien unterwegs, und ich muss sagen, dass Amed Scuba ganz oben auf der Liste der Highlights steht.

Da ist zum einen der Boss höchstpersönlich, Christine. Sie ist eine wundervolle, herzensgute Frau, mit der man über Gott und die Welt reden kann und 2 Minuten später sich vor Lachen auf dem Boden kugeln. Sie ist unglaublich gebildet und man kann von ihr sehr viel lernen, sei es nun über die Balinesische Kultur oder über den marinen Lebensraum (da bemerkt man dann auch die Biologin in ihr ;) )
Ihr liegt das Wohl und die Sicherheit ihrer Kunden sehr am Herzen, man fühlt sich immer gut aufgehoben, egal ob über oder Unterwasser.

Auch die Zimmer, welche sie vermietet, sind ein Traum und es mangelt an nichts.

Ebenfalls ihr Staff ist phantastisch. Da sind zum einen Made Putu und Putu Kelinci, welche sich um den Shop, die Zimmer und um das Essen kümmern. Gerade das Essen darf hier hochgelobt werden, denn wer einmal von den Putus verwöhnt worden ist, will nirgendwo sonst mehr in Amed essen. Ein kulinarischer Höchstgenuss!! Dass die beiden zudem noch äusserst sympathisch sind, und immer für einen Scherz zu haben, spricht nur noch mehr für sie. Für Made Putu ist die Arbeit bei Amed Scuba aber noch nicht alles, denn sie arbeitet zudem noch in einem Non-Profit Kindergarten und macht nebenbei ihre Ausbildung als Kindergärtnerin. Ein echte Powerfrau!

Auch die Diveguides sind super, da ist zum einen Ketut, der jedes noch so kleine Wesen Unterwasser sieht und mich fürsorglich davor bewahrt hat, seitwärts in einen Büffelkopf-Papageifisch zu schwimmen ;)
Auch Rudox ist super, denn er spricht neben Englisch auch noch fliessend Deutsch und ist ebenfalls immer für einen Spass zu haben. Wayan ist zwar ein eher ruhiger Typ, aber da man Unterwasser sowieso nicht reden kann, tut das dem Tauchgang keinen Abbruch. Das Equipment funktioniert tadellos und ich habe in den etwa 20 Tauchgängen mit Amed Scuba keinen einzigen Zwischenfall erlebt.

Die Divesites sind auch der Hammer, man sieht so viele verschiedene Fische und Korallen und die Guides kennen die Plätze wie ihre Hosentasche. Auffallend ist, dass Christine und ihren Guides das Tauchen so richtig Spass macht, und diese Freude merkt man ihnen auch an (Ich verstehe es bis heute nicht, warum Christine mit ihrem breiten Lächeln noch nicht literweise Wasser verschluckt hat ;D )

Ich kann jetzt gar nicht alle Tauchplätze aufzählen, aber das Wrack der Liberty bietet tagsüber wie nachts spektakuläre Szenen, und vor allem Nachts fühlt man sich wie in einer anderen Welt und gerade ich bekam so richtiges Indiana-Jones-Feeling :) Auch Mantapoint ist toll, wer Mantas mal live gesehen hat, der träumt noch viele Tage später von diesen majestätischen Geschöpfen.

Als echte Bali-Kennerin gibt Christine auch Tipps über andere Orte, so habe ich Dank ihr von Ajis Lodge (Aji ist ein Freund von Christine) in Ubud erfahren.
Auch die ganzen Tempelanlagen und Wasserpaläste die wir mit Christine, oder jemanden von ihrem Staff besucht haben, waren einfach nur toll.
Was auch für Amed Scuba spricht, sind die anderen Gäste, denn Amed Scuba scheint einfach nur nette Leute anzuziehen ;)

Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus und es bleibt zu sagen, dass "wenn in Amed, dann Amed Scuba" Ich habe meine Zeit dort so sehr genossen, und freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Besuch!

p.s. Ich habe auch ein paar Blog Einträge geschrieben, schaut sie euch doch mal an.
http://bali-amed.blogspot.com
Aufenthalt August 2013
Wir hatten Bali schon seit langem auf unserer Liste für den nächsten Tauchurlaub.
Sonnenuntergang mit Blick auf die Bucht von Jemeluk
Je länger wir aber im Internet
Strand von Amed mit Blick auf den Agung
recherchiert haben, unso klarer wurde uns, dass man besser nicht nur an einem Ort bleibt, da es so unglaublich vielfältige Tauchspots rund um die Insel gibt. Dann haben wir das Angebot einer Rundreise mit Christine von Amed Scuba gefunden, und waren Anfang Juni zu zweit für 10 Tage mit ihr rund um die Insel unterwegs.
Ein absolut unvergleichliches Erlebnis, nicht nur weil man einen erfahrenen Tauchguide an seiner Seite hat, der jeden Tauchplatz möglich macht, alle Boote und Helfer vorher chartert und bis aufs typisch balinesische Spanferkel zum Mittagessen in der
Amed Scuba
Tauchpause wirklich an alles denkt. Sondern weil Christine auch an Land die schönsten Tempel abseits der Massen, die leckersten Warungs und die genialsten Shoopingmöglichkeiten kennt.

Was tauchen angeht blieb wirklich kein Wunsch offen. Wir haben Muck-Diving Plätze gehabt mit seltenen Octopusarten und riesigen Hummern, wir waren im Nationalpark von Menjangan an den berühmten Korallengärten, wir haben das Bio Rock Korallenzuchtprogramm betaucht, wir haben verschiedenste Wracks und Strömungstauchgänge gemacht (wo Christine und Brata uns echt viel beigebracht haben) und letztendlich am Manta Point vor Nusa Penida einen Tauchgang mit bis zu 9 (!) Mantas erlebt!
Grossartig, 6 Flossen, mehr geht nicht Christine, lieben Dank für alles!

Elke 23.08.12

Nachzulesen im

Tauchernet


Große Tauchclubs und Anlagen besitzen ein unerschöpfliches Angebot an Sport- und Unternehmungsmöglichkeiten, diverse Serviceleistungen für einen komfortablen Aufenthalt und in einer entsprechend großen Basis oftmals zeitgleich mehrere Ausfahrten am Tag zu unterschiedlichen Tauchspots. 
Ein Urlaub in einer kleinen Tauchbasis hingegen ist eine Mischung aus lockerer Gemeinsamkeit, heimliger Atmosphäre und kuscheligem Nestgefühl. Ein Gefühl des Willkommen seins und der Geborgenheit herrscht sofort. Wer entspannen will, individuellen Service genießen möchte und eine breite Palette an Freizeitangeboten genießen will, ist in der kleinen Tauchbasis Amed Scuba richtig aufgehoben.
Buddhakaskadenbrunnen im Garten


Preisbeispiel: Eine Woche im luxus Appartment mit Frühstück, Klimaanlage, Stereoanlage und Meeresblick kostet 160 Euro pro Person. 10 Tauchgänge gibt es ab 250 Euro.
Wohnzimmer Amed Scuba

Schlafzimmer

Empfang am Flughafen mit Blumenkette
Traumurlaub auf Bali mit Amed Scuba
Im Januar lernte ich Christine von Amed Scuba auf der BOOT in Düsseldorf kennen und war von ihrer netten und offenen Art sofort angetan. Im August bin ich dann tatsächlich „mal eben“ zu Amed Scuba geflogen und habe dort knapp 3 Wochen einen absoluten Traumurlaub verbracht (so wie Christine es mir vorab versprochen hatte). Vor meinem Abflug haben wir viel hin- und hergemailt, sie hat all meine Fragen (und es waren viele) ausführlich beantwortet.

Abgeholt wurde ich von Chris am Flughafen mit stilechter Blumenkette. Die Fahrt nach Amed dauerte ca. 3 Std., wo ich schon eine Menge von Bali sah (Landschaft, Natur, Balinesen, Motorroller ohne Ende, Straßenchaos, Ortschaften…) – all das, was Bali so ausmacht :-)

Nach einem leckeren Welcome-Essen an der Tauchbasis, wo ich gleich andere Gäste kennenlernte, ging es zum Check Dive. Am nächsten Tag starteten wir dann mit Crystal Bay (leider keine Mondfische gesehen) und Manta Point (wunderschön mit den Mantas dort zu tauchen).
Blumenmarkt in Singaraja
Am 3. Tag startet ich mit anderen Gästen zu einer einwöchigen Tour, wo wir Land & Leute sahen… Besuche verschiedener Tempel, Wasserpaläste, Gitgit-Wasserfall, Kloster, Arak-Herstellung, Reisfelder, Kaffee-Plantage (Luwak-Kaffee), Aussichtspunkte, Perlenzuchtfarm, Heiße Quellen und und und standen auf dem Programm. Außerdem wurde zwischendurch immer mal „abgetaucht“ (z.B. Menjagan Island). In dieser Woche haben wir viel gesehen und erlebt und in einen wunderschönen kleinen Hotel übernachtet.

Die restliche Zeit meines Urlaubes standen weitere Besichtigungstouren, Shopping, Massagen, faulenzen am Strand und natürlich tauchen, tauchen, tauchen an. Christine kennt sich super aus und kann einem zu allem Informationen geben – da kann wohl kaum ein Reiseführer mithalten! Außerdem spricht sie auch noch balinesisch. Sogar zu einer Haustempeleinweihung einer balinesischen Familie im Ort wurden wir eingeladen und haben so Bali mal anders kennengelernt (nicht von der typischen Touristen-Seite eben). Das war ein tolles Erlebnis.

Die Tauchgänge fanden teils vom Land statt, teils vom Boot. Bei Amed Scuba wird viel Wert auf Sicherheit gelegt (gute sichere Boote wurden gechartet, genug Guides/Instructors entsprechend der Taucher und der Schwierigkeit des Tauchplatzes, sehr gutes Leih-Equipment, gute Briefings). Auf den Tauchgängen war immer viel zu sehen… jeder Platz war auf seine Weise schön… (Massen an Blaupunktrochen an den Pyramides, toll bewachsenes Wrack USAT Liberty mit u.a. Büffelkopf-Papageienfischen, Haie, Mantas, Muck-Diving mit allerhand schönem „Kleinzeug“, Nachttauchgänge,
Git Git Wasserfall 
wunderschöne Korallengärten…). Es war für jeden was dabei und ich habe mich jederzeit sicher gefühlt! Lieber wurde ein Tauchgang spontan unter Wasser umgeplant, weil die Strömung doch stärker war, als ursprünglich gedacht, als irgendein Risiko einzugehen - Leider waren in meiner Urlaubszeit dort zwei Zwischenfälle bei anderen Tauchbasen, bei denen es einmal sogar zum Schlimmsten kam :-(

Sowohl das Tauchen (ob mit Christine, Brata (dem Adlerauge, der jeden Frogfish und andere kleine „Sachen“ unter Wasser aus weiter Entfernung sieht) oder einem der anderen Guides… man hat sich immer wohl und sicher gefühlt) als auch die Unternehmungen/Ausflüge waren prima organisiert. Auch auf spezielle Wünsche wurde eingegangen (Souvenirs, Shopping…). Das Team um Chris ist einfach prima… Ketut, Made und Made arbeiten in der Basis super mit und kümmern sich ebenfalls toll um die Gäste. Die „Ferienwohnung“ von Amed Scuba ist ein Traum… 5 Sterne würde ich mal sagen… neben dem normalen Schlafzimmer gibt es noch einen Raum davor mit „Lese-Bett“. Die Dusche mit „offener“ Decke ist toll und der Ausblick vom Balkon ebenso.

Der absolute Kracher sind die Karaoke-DVDs die im Auto der Tauchbasis. Was haben wir für Spaß gehabt – ordentlich laut und schlecht mitgesungen… schön war es!! :-)))

Alles in allem kann ich nur sagen: DANKE für diesen tollen Urlaub Christine! Ich komme wieder… habe ja noch nicht alles gesehen ;-) und mich soooo wohl gefühlt bei Euch!
Leckere Lunchpakete


PS: Und ich habe in Deutschland noch kein Magnum-Gold (Eis) gefunden… ohne Worte.. ich bin auf Entzug…  Und Deine leckeren Cocktails vermisse ich auch liebe Christine!

Bewertung Paulam 11.09.12
Amed Scuba Bali


Preisbeispiel: Eine Woche Halbpension mit Transfer, inclusive 10 Tauchgänge (Menjangan, Puri Jati, Liberty, Amed), 
Besichtigung: Git Git Wasserfälle, Obst- und Gewürzmarkt, Ulun Danu Tempe, Buddhistisches Kloster, Heiße Quellen, Wasserpaläste, Salzgewinnung und Arakproduktion, Perlenfarm.
Gibt es bereits für 700 Euro pro Person.
Manta in Nusa Penida
Mantas in Nusa Penida

Mittwoch, 24. April 2013

Mantas in Bali - Tauchen mit Amed Scuba

AMED SCUBA BALI -Manta Kisses from Philipp Grossmann 
Es gibt sie diese perfekten Augenblicke im Leben, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. In denen einfach alles vollkommen und stimmig ist und die Zeit und das Leben eins. Wo man loslassen kann und sich mit dem Fluss des Lebens vereint. Wenn eine innere Einheit entsteht, weil Fühlen, Denken und Tun eins mit einem selbst und mit der Umgebung sind. Diesen Augenblick empfand ich, als ich zu verschmelzen schien mit meiner Umgebung und diesen grazielen einfach perfekten Tieren.
Manta in Nusa Penida - Amed Scuba Tauchtour
Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und ich sitze bereits im Transport, der mich zu dem Schnellboot bringen soll, mit dem wir heute nach Nusa Penida fahren, um an der Südspitze Balis mit Manta Rochen zu tauchen. Entlang von hoch aufragenden weißen Felsen fahren wir zum Manta Point an der Südküste von Nusa Penida, um in nur maximal 15 Metern Tiefe mit Mantas zu tauchen! Als wir am Tauchplatz ankommen, können wir die Giganten bereits leicht und elgant an der Wasseroberfläche durch das klare Wasser gleiten sehen. Es hält uns kaum an Bord. Ungeduldig würden wir am liebsten sofort ins Wasser springen, aber unser Diveguide weisst uns in seinem Briefing noch einmal darauf hin, dass die sensitiven Tiere nicht berührt werden dürfen auch wenn sie sehr dicht an einem vorbeischwimmen. Und dann ist es endlich so weit. Bereits beim Abtauchen sehen wir die ersten Mantas neugirig um uns her kreisen. Riesig erscheinen sie direkt vor mir als ich abgetauche, während ihre Augen mir folgen als sie an mir vorübergleiten. Sie wirken trotz ihrer Größe von bis zu neun Metern (inklusive des Schwanzes, der ohne Giftstachel ist) zartgliedrig. Wer beobachtet hier eigentlich wen? Mit ihren sieben Metern Spannbreite schwimmen die Riesen in ihrem schwarzen Frack elegant um uns herum. Ich fühle mich unendlich glücklich und drehe mich im Wasser. Werde ich hier etwa immitiert, frage ich mich, als der Manta mir in der Bewegung folgt. Und es beginnt ein kleiner Tanz mit den am Bauch recht unterschiedlich gefärbten Tieren, die scheinbar ebensoviel Spaß an den Tauchern haben wie wir an ihnen. Immer wieder nähern sie sich und drehen umeinander und um uns herum und filtrieren dabei noch Plankton aus dem Wasser. Sie schlagen mit ihren Flossen wie mit Flügeln. Dies erlaubt ihnen ihre akrobatischen Bewegungen unter Wasser. Immer wieder beobachte ich, wie die Tiere unvermittelt einen Purzelbaum machen oder ein Rad schlagen. Auch Sprünge aus dem Wasser gehören zu den Bewegungsspielen der Mantas. Bis zu 1,5 Meter Höhe katapultieren sich die Fische aus dem Meer, um anschließend mit lautem Knall wieder auf die Wasseroberfläche zu klatschen. Ein Mante schwimmt so eng zwischen der Wasseroberfläche und mir hindurch, das er mir mit seiner Flosse den Kopf streicht. Die Tiere scheuen von sich aus jedoch jede Berührung. Sensitiv spüren sie jeden Widerstand im Wasser und weichen ihm normalerweise aus.


Der Teufelsrochen ist weltweit in allen tropischen und subtropischen Gewässern zu Hause und lebt meist nur in geringer Wassertiefe, da die Tiere Plankton filtrieren. Mit einem Gewicht von bis zu drei Tonnen frisst ein Manta täglich bis zu 14 Prozent seines eigenen Körpergewichtes an Plankton, das tagsüber für die Photosynthese an der Oberfläche treibt. Der breite Kopf der Mantas trägt zu beiden Seiten bewegliche, leicht herunterhängende und vorn abgerundete Kopfflossen, die dazu dienen, das Wasser mit dem Plankton in das große Maul zu leiten. Als die Tiere an mir vorübergleiten, haben sie ihre Mäuler weit geöffnet. Die breiten Kiemenspalten werde sogar sichtbar, die auf der Kopfunterseite relativ dicht in gerader Reihe angeordnet hintereinander stehen und das Plankton aus dem Wasser herausfiltern.
Um den Riesenmanta ranken sich vielerlei Sagen und Legenden. Die Bezeichnung Teufelsrochen erwarb er sich wahrscheinlich durch den Bau seines Körpers. Die beiden lappenartigen Kopfflossen, sein schwarzer Galanzug, der peitschenartige Schwanz sowie seine flügelähnlichen Brustflossen, die ihn mit eleganter Bewegung geisterhaft durch das Wasser gleiten lassen, müssen in früheren Jahrhunderten die Phantasie der Menschen angeregt haben. Die Teufelsrochen unternehmen in Gruppen von fünf bis sieben Tieren lange Wanderungen durch die tropischen Ozeane. Viele Schauergeschichten über den menschenmordenden Teufelsrochen ranken sich daher unter den Seeleuten des 18. und 19. Jahrhunderts. Haarsträubende Geschichten berichten von Riesenmantas, welche die Ankerkette von Booten erfassen, diese auf die offene See ziehen und dort mitsamt der Manschaft versenken. All diese Geschichten entbehren jeglicher Grundlage, denn Teufelsrochen sind für Menschen volkommen ungefährlich.
Und tauchen mit Mantas hinterlässt ähnliche Glücksgefühle, wie das Tauchen mit Delphinen, wenn man diese Eineit mit diesen Giganten spürt und sie leicht um mich herum drehen. Auch ich lasse los und fliege noch immer mit meinen wunderschönen Mantas durch meine Träume.

Sonntag, 21. April 2013

Balinesisches Neujahr

Tauchtour Amed Scuba

Balinesische Feste

http://www.amedscubabali.com
2018, 17 März
Als ich heute Morgen auf Bali erwachte, herrschte eine unglaubliche Stille. Ich genoss das Rauschen des Meeres, das Gezwitscher der Vögel und selbst die sonst immer störenden Hühner schien man kaum wahrzunehmen. Kein Verkehrslärm, keine Maschine störte dieses Idyll und ich fühlte mich wie in eine frühere Zeit versetzt, so muss das Paradies einmal gewesen sein! Ein einziges Fest für Augen und Ohren, eine grüne Landschaft und nur die Tiere sind zu hören, und ich danke diesem Fest Nyepi, das mir diese Ruhe beschert, die sich bis in mein Innerstes ausbreitet und mir diesen wunderbaren entspannten Tag der Stille schenkt! Zwischen Himmel und Erde schwirren grellbunte Schmetterlinge, exotische Vögel singen ihr Lied vor leuchtend roten riesigen Hibiskusblüten, feurig leuchtenden bunten Bougainvillea Blüten und süßlich duftendem Frangipani. Zwischen Mensch und Natur, zwischen Göttern und Dämonen scheint es eine unglaubliche Ausgeglichenheit zu geben, die uns Beobachter erstaunen lässt und über die ich hier berichten möchte.
Ogah Ogah in Ubud-Tauchtour Amed Scuba

Jede Aktivität ist heute an Nyepi, dem Tag der Stille, verboten. Niemand darf heute herumfahren und auch möglichst nicht auf die Straße gehen. Wird man heute auf der Straße in Bali angetroffen, so zahlt der erwischte Balinese bis zu 1 Million Indonesische Rupiah, was einem Monatslohn entspricht. Heute dürfen die Balinesen weder kochen, noch Licht machen. Der Tag soll ihnen zur Ruhe, inneren Einkehr und Meditation dienen. Die Geschäfte bleiben geschlossen und Flugzeuge dürfen weder starten noch landen.

Nyepi ist ein altes balinesisches Fest der Hindus auf Bali und wenn es heute auch von vielen aus ökologischen Gründen als positiv betrachtet wird, weil die Natur einen Tag zum Durchatmen ohne jeglichen Verkehr und Umweltverschmutzung erfährt, so basiert das Fest doch auf diesem alten Glauben der Balance zwischen Gut und Böse, zwischen Göttern und Dämonen.




Wunderschöne Balinesische Zeremonien
Die Frauen schmücken sich zum Fest
Die Hindus hoffen, dass die verängstigten Dämonen, die am Vorabend am Ogah Ogah Fest die Insel verlassen haben, weil die bösen Geister gestern symbolisch unter viel Gejohle und Gelächter von den Balinesen verbrannt wurden, nicht mehr nach Bali zurück kehren, da die Insel heute am Silent Day (Nyepi) für die Dämonen unbewohnt erscheint. Fliegt einer dieser nach Rache dürstenden Geisterheute über die Insel so denkt er, „oh, die Balinesen sind geflohen“ und der böse Dämon zieht für immer davon.
Traditionelle Kleidung zum Fest - Amed Scuba Tour
Auf Bali, so glauben die Bewohner ganz fest, hat derjenige Glück, der die Seelen der Dämonen durch Opfer und Rituale gnädig stimmt und das Wohlwollen der guten Geister und Götter auf seine Seite zu ziehen vermag. Bevor der indisch geprägte Hinduismus durch die Immigration der javanischen Intellektuellen nach Bali kam und eine neue Kulturepoche einleitete, war unter den Ureinwohnern Balis der Animismus weit verbreitet und findet auch heute noch seinen Platz im hinduistischen Glauben der Balinesen. Das lateinische Wort „anima“ bedeutet Seele und somit glauben die Balinesen auch heute noch an die Beseeltheit der Natur. Dazu gehören nicht nur die Tiere,
Spaß hat jeder bein Ogah Ogah Fest- Amed Scuba Tour
sondern auch das Wasser, bestimmte große oder einflussreiche Steine, das Feuer, der Wind usw. Vor allem aber auch die Geister, deren Seelen sich positiv oder negativ auf die Balinesen auswirken können. Also finden wir neben dem Hinduismus noch eine Form der Naturreligion vor, die von den Balinesen perfekt in ihren hinduistischen Glauben integriert worden ist. Auf Bali sind die Menschen und ihre Götterwelt noch untrennbar miteinander verbunden und stehen in ständigem Kontakt miteinander. Gleichzeitig sind sie von böswilligen Dämonen umgeben, die es in Zeremonien durch Opfergaben zu beruhigen gilt. Die Balinesen verstehen ihre Götterwelt ganzheitlich. Ohne Böses kann es nichts Gutes geben, aber beide Kräfte müssen miteinander im Ausgleich stehen, um zu verhindern, dass die böse Seite die Oberhand gewinnt. Dieser Dualistische Ansatz soll durch Zeremonien in Balance gehalten werden und dazu dienen auch die drei Feste Melasti, Ogah Ogah und Nyepi, aber auch die täglich dargebotenen kleinen liebevoll zubereiteten Opfergaben,
Ein Ogah Ogah zieht durch die Straße
die jeder Haushalt von Gebeten begleitet auf den Boden legt, wo sich die bösen Dämonen, die sogenannten Buta-Kalas, aufhalten und beruhigt werden sollen. Diese kleinen täglichen Opfergaben enthalten zumeist ein wenig Reis, Früchte und Blüten. Diese Woche fanden eine Reihe von exotisch anmutenden Ritualen statt, die von farbenfroh gekleideten und fröhlichen Balinesen praktiziert wurden.
Drei Tage vor Nyepi wird Melasti (Melis oder auch Mekiis genannt) gefeiert. Währenddessen wird heiliges Wasser aus dem Meer nahe der balinesischen Wassertempel getragen.
Am zweiten Tag steht das Bhuta Yajna Ritual an. Dann wird mit dem Wasser die Arca, Pratima, und Pralingga der anderen Tempel geweiht. Dieses Ritual wird Sanghyang Widhi Wasa gewidment.
Nyepi ist der dritte Tag und mit ihm findet das Yoga/Brata Ritual statt.
Am vierten Tag ersucht man als Teil des Ngembak Geni bei seinen Freunden und Verwandten um Vergebung für das vorangegangene Jahr. Es beinhaltet das Kuss-Ritual statt, Omed-omeda. Damit kann man das neue Jahr quasi tabula rasa und mit einem richtigen Neuanfang beginnen.
Am letzten Tag vervollständigen die Dharma Shanti Rituale die Festlichkeiten.
Einmal im Jahr am Ende des balinesischen Jahres werden die so genannten Bhuta Yadnaya Riten vollzogen. Bei der Melasti Prozession vor zwei Tagen sind wir von Culik aus nach Amed ans Meer gelaufen. Dabei tragen die Tempelgemeinschaften ihre kleinen hölzernen Tempelschreine, in denen die Götter Platz nehmen, wenn sie zu den jeweiligen Tempelfesten von den Dorfbewohnern eingeladen werden. Diese kleinen Schreine, die man Pratima nennt, müssen in einer rituellen Zeremonie am Meer gereinigt werden. Die Prozessionsteilnehmer tragen zum Zeichen der Reinigung weiße Kleidung und auch für die Teilnehmer dient dieser Prozess der inneren Reinigung und Vorbereitung auf Nyepi. Wer mit sich nicht im Einklang ist, der leidet unter Leteh – er ist, nach balinesischem Glauben, unrein. Man könnte auch sagen: nicht mit sich im Reinen. Ein besonders schönes Ritual wird daher zu diesen Festtagen vollzogen, es heißt Melukat und dient der Säuberung des Karmas. Balinesen führen es in regelmäßigen Abständen durch, um sich von schlechten Gedanken, ihren Verfehlungen und schlechten Einflüssen von außen zu reinigen.
Ogah Ogah ziehen durch die Stadt

Gestern begann die Abschluss Zeremonie, die in dem Ogah Ogah Umzug endet, mit dem Gebet und den hierfür nötigen Opfergaben. Farbenfroh gekleidete und lustig schwatzende Balinesen kamen an der Kreuzung des Dorfes zusammen und versammelten sich dort zum gemeinsamen Gebet. Denn am letzten Tag des Balinesischen Jahres werden in jedem Dorf spezielle Opfergaben für die Dämonen an der Hauptstraße oder Hauptkreuzung des Dorfes niedergelegt und gemeinsam wird mit den höchsten Dorfpriestern um Frieden gebetet. Zuvor tanzen noch die anmutigen Legong Tänzerinnen ihren Tempeltanz und auch der gute Barong bewegt sich für das Wohl der Dorfbewohner. Der Barong ist ein Sammelname für ein mystisches Wesen, das zumeist in Tiergestalt auftritt. Hier in unserem Dorf tanzt für uns ein löwenähnliches Tier der so genannte Barong Ket. In dem Kostüm des Barong Löwen schwitzen zwei Männer, die jeweils die Vorder- und die Hinterbeine des Barong bilden und bei ihrem Tanz in Felle gekleidet sind. Der Vordermann trägt dazu eine riesige Maske und lässt dabei deren Kiefer Furcht erregend gegeneinander klappern. Dem balinesischen Glauben nach besitzt ein Barong eine ungeheure magische Kraft, die sowohl zum Schutz der Menschen als auch gegen diese gerichtet sein kann. Der Höhepunkt des Festes findet nach dem Gebet und den Opfergaben statt. 14 Banjars (Dorfgemeinschaften innerhalb des Ortes) haben jeweils ein furchterregenes
Abends werden die Figuren beleuchtet
Ogah Ogah-Monster aus Bambus, Holz und Pappmache gebaut. Fantasievolle, künstlerische Fabelgestalten ziehen mit ihren jungen Trägern durch das Dorf. Im Zentrum beim Markt werden die Gestalten von ihren Trägern hin- und hergeschüttelt, und mit viel Gelächter gedreht und um den Dorfmittelpunkt getragen. Gamelanorchester, Fackeln, Geschrei und Feuerwerkskörper begleiten den lustigen Zug. Ziel ist es, das Böse in den Ogah Ogah Figuren zu fangen. Die Dämonen sollen in diese Figuren hinein gelockt werden, um die Figuren -und damit alles Böse - am Ende zu verbrennen. Am nächsten Tag beginnt mit dem Nyepi Fest das neue balinesische Jahr. Ein Tag der Stille und Einkehr! Die Balance und Ganzheit des balinesischen Kosmos scheint damit vorerst wieder hergestellt zu sein.
Zwei Wochen nach dem Neujahrsfest finden die Riten ihren krönenden Abschluss in einer 22 tägigen Zeremonie im Muttertempel Besakih, zu dem alle gläubigen Hindus strömen: Mauern und Pagoden klettern den grünen Vulkanberg Agung hinauf. Bunte Schirmchen stehen zwischen den einzelnen in sich abgeschlossenen kleinen Tempelkomplexen in 900 Metern Höhe. Die Luft ist erfüllt von den duftenden Essenzen der Räucherstäbchen und farbenfroh gekleidete Frauen balancieren elegant ihre Opfergaben auf ihren Köpfen in den Tempel.
Die Balinesinen tragen ihre jedes Jahr wechselnden Kabajas, erotisch durchsichtige Blusen, die zarte dunkle Haut durchscheinen lassen und ihren Sarung, eine Art Wickelrock, der weich die Hüften umspielt. Auch die Männer sind festlich gekleidet mit dem Kain, einem langen gefalteten Tuch, das, kunstvoll um die Hüften geschlungen, mit dem Sabuk, einem bunten Schal befestigt ist. Der Kopf wird ebenfalls von einem gefalteten Tuch, dem Pemangku, bedeckt, der an Feiertagen auch als Helmersatz dient und –trotz Helmpflicht- von der Polizei erlaubt ist.
Liebevoll gestaltete Figuren sind der ganze Stolz
Große moosüberwachsene Sessel aus Stein und durch ihre Steinmetzarbeiten beeindruckenden Schreine, warten darauf, dass die verstorbenen Ahnen und die Götter auf ihnen Platz nehmen, um den Besuch der Balinesen zu empfangen.Vor den Tempeln liegen Blumen und Reis als Opfergaben. Alles ist schön und mit Liebe zum ästethischen Detail dekoriert. Jeder auf Bali scheint ein Künstler zu sein mit großer Liebe für die kleinen Dinge.
Ich fahre zum Bhatara Turun Kabeh auf 900 Meter hinauf zum Muttertempel, der höchste der balinesischen Tempelanlagen. Das Fest beginnt stets nach dem ersten Vollmond nach Nyepi, im März oder April. Alle 100 Jahre wird das Fest Eka Dasa Rudra genannt, dann wird hier 6 Wochen lang gebetet und geopfert. Auch im Jahre 1963, dem Jahr des Ausbruchs des Gunung Agung, wurde es in dieser Form begangen.Trotz seiner Lage am Fuße des Vulkans blieben der Tempel Besakih und die Gläubigen verschont, da sich der Lavastrom genau vor dem Tempel teilte. Für die Balinesen ein untrügliches Zeichen für die Heiligkeit dieses Ortes. Seine erste Terrasse ist der Trimurti geweiht, der Trinität der hinduistischen Götter Brahma, Vishnu und Shiva. Brahma verkörpert den Wunsch zu erschaffen- auf diese Art entstand das Universum-.Shiva verkörpert den Wunsch, alle Dinge zu zerstören und Vishnu scließlich bildet die Mitte zwischen beiden: Er will Bestehendes erhalten.
Je höher wir die Stufen des Tempels hinaufsteigen, umso reichhaltiger und filigraner werden die
Besakih Muttertempel in 900 Metern Höhe am Fuße des Vulkans Agung - Amed Scuba Tauch-und Kulturtour
Steinmetzarbeiten der Tempelanlagen, um die jeweilige höhere Kastenzugehörigkeit zu dokumentieren. Auf Bali existieren drei Kasten. Die meisten Balinesen gehören der untersten Kaste an, deren Tempel am Fuße des gesamten Komplexes zu finden sind. Adlige und Brahmanenpriester haben ihre Tempelkomplexe in
Besakih Muttertempel - Amed Scuba Tauch- und Kulturreise
höher gelegenen Regionen und befinden sich somit dem Sitz der Götter, dem Vulkan Agung, am nächsten.
Über 90% der Balinesen gehören der Hindu-Dharma Religion an. Diese hat zwar ihren Ursprung in Indien, gelangt in Bali jedoch zu eigener Ausprägung. Die gegenüber anderen Kulturen und Religionen als liberal geltenden Balinesen passten sich bei der Ausübung ihrer Religion den bereits vorhandenen lokalen Verhältnissen an, was zu der speziellen und faszinierenden Form des balinesischen Hinduismus führte. Der balinesische Glaube enthält stark animistische Züge, so glauben die Balinesen an die Beseeltheit aller Dinge: Lokale Gottheiten, Naturgewalten, aber auch Steine, Bäume, Flussläufe, Ahnengeister und Dämonen finden besondere Verehrung.



Alle 210 Tage feiert der Balinese seine wichtigsten Tempelfeste: Galungan und Kuningan.
Balinesinen auf dem Weg in den Tempel-Amed Scuba Tour
Galungan, ein Fest zu Ehren des Schöpfergottes beginnt mit einem großen Festessen. Am folgenden Tag fährt mancher Balinese verkatert zu den Ahnentempeln, um für und mit den Geistern der Ahnen zu beten, die an diesem Tage auf die Erde herarbsteigen. Die Nachkommen bringen ihren Verstorbenen Opfergaben in die Tempel. Die Straßen sind mit Penjors- hohen Bambuspfählen- geschmückt, an denen kunstvoll geflochtene Lamak, Flechtarbeiten aus Kokospalmenblättern, Früchte, Kokosnüsse, Geld oder auch eine gefüllte Cola-Flasche hängen. Symbole, die Glück und Wohlstand brimgen sollen. Am Abend ziehen tanzende Barong Puppen, begleitet von kleinen Orchestern durch die Straßen. Am zehnten Tag der Galungan Festtage wird zum Abschluss Kuningan gefeiert. Dann werden alle auf die Erde zurückgekehrten Ahnen mit neuen Opfergaben und Flechtarbeiten verabschiedet. Ein Balinese scheint mindestens ein Drittel seines Lebens mit Feiern und der Huldigung der Götter beschäftigt zu sein. Hierzu gehören Voll-und Neumondzeremonien, Verteilung der täglich zu erstellenden Opfergaben im Garten, sowie die liebevoll vom ganzen Dorf vorbereiteten Odalanfeste zum Geburtstag des Tempels, bei denen geöffnete Tempelschreine durch die Straßen getragen werden und einen Blick auf die das Dorf beschützenden heiligen Statuen ermöglichen. Hierbei finden auch die sogenannten Kris Tänze statt, bei denen sich junge Männer in Trance meditieren und sich dann kraftvoll Schwerter in ihre nackten Oberkörper stechen, ohne dabei auch nur einen Tropfen Blut zu vergießen.
Tauchtour Amed Scuba Kris-Dance
Zu den liebevoll vorbereiteten farbenfrohen Zeremonien gehören auch Hochzeiten, Geburten und insbesondere die aufwendig zelebrierten Verbrennungszeremonien. Die Totenfeiern geben den Balinesen die Gelegenheit, die Seele des Verstorbenen dem Feuer zu übergeben,dem letzten reinigenden Element bevor die Reinkarnation stattfinden kann. Erst nach dem Durchlaufen der Erde, des Feuers, des Rauches und der Übergabe in das Wasser wird der Tote in seiner Familie wiedergeboren werden: Der Kreislauf des Lebens beginnt erneut!
Amed Scuba wishes you a Happy New Year. In March you can experience the Balinese way to welcome their New Year. Nyepi Day itself is a day of complete silence. No people - no traffic on the street, no lights, no sounds - only the connection with the nature. Everything is closed, even the seaports, airports and the airspace above Bali. Only birds, frogs and the roosters seem to be alive.
Amed Scuba Tauch- und Kulturreise

What can you do, as a down-to-earth Balinese depending on the fancies of the Gods, to make your year as prosperous as possible. Right, you remove all bad influences. And how do you achieve that? You scare them away ;-) In the night before Nyepi people make giant, more than man-high papier-mache dolls, known as Ogoh Ogoh. They symbolise greedy demons with large bulging eyes, huge fangs, big bellies and tangled wings and tongs. The night before Nyepi, around sentset they start, the people parade in the streets, carrying their creations on bamboo platforms, accompanied by gongs, drums and everything that makes earsplitting sounds. Evil spirits will be attracted by this and occupy the Ogah Ogah. On the nearest cementary or  beach the demonic dummies with their fiendish inhabitants are burned, so for that moment the island is out of danger!
Ogah Ogah at the ceremonie Amed Scuba

To misguide the spirits who might want to return to their dwellings, the next 24 hours Bali is darkened and silent. No evidence of the presence of any human being, no Bali. Thus the demons can´t find their way back and will have to look for another accommodation. 
Consequence for you as a tourist: you are supposed to stay within your hotel compund from 6am until 6am the next morning. The streets will be patrolled by Pecalang, traditional ritual guards in black and white checkered sarongs, black t.shirts and a red waist- and headband. They are very, very strict. Anyone breaking the rules and thus endangering Bali´s future, tourist or Balinese, will be severely fined. So finally you can finish that book you brought and rediscover the sounds of nature. Because hotels have dispensation, your hotel staff will perform their normal duties but on a limited level.